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lypochonder haben keine Kameras. Wir sind also unter uns Amateuren, unter uns Lieb- habern. Das baut sofort die Brüclcen.
Hinter Kameras stehen Menschen. Hinter Lehrbüchern aber Fachleute. Man müßte also mehr sein als Fachmann und weniger. Nicht Berge türmen, sondern Berge wegräumen. Dann wächst auch das Komplizierteste aus einfachen Zusammenhängen. In unserem Fall sind es oft erstaunliche Zusammenhänge. Man muß sie nur bloßlegen. Dann „lernt" man nicht, — man entdeckt.
Man ist ja vor allem ein Liebhaber, ein Liebhaber alles dessen, was liebenswert ist und deshalb fotografiert man. Die Kamera ist ein Mittel, ein Fenster nach draußen, ein Fühler in die Welt. Man fotografiert nicht, um nur zu fotografieren. Und man liest auch nicht darüber, um lediglich zu frösteln.
Die Mauer der Technilc kann man nicht überspringen. Solides Handwerk ist Voraussetzung. Und dazu wieder ist die Voraussetzung: Zeit. Also das, was die meisten Menschen nicht haben. Ich meinerseits hatte zwanzig Jahre Zeit, mich kurz zu fassen.
Zur sechsten Auflage (101.—120. Tausend): Im ganzen unverändert, im einzelnen auf den letzten teclinisclien Stand gebracht, liegt die sechste Auf läge dieses Buches vor. Ich nehme Gelegenheit, vielen meiner Leser für Hinweise, Anregungen und vor allem für die oft herzliche Zustimmung zu danken, die sie für meine Arbeit hatten.
Chieming, Chiemsee, 1941
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