Bővebb ismertető
Die Englische Eröffnung entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, als eine Reihe englischer Schachspieler mit Staunton an der Spitze begann, ein eigenstándiges Entwicklungsschema auszuarbeiten und erfolgreich anzuwenden, das durch den Doppelschritt des Damenláuferbauern eingeleitet wird. Natürlich bestimmt der Zug l.c2-c4 noch nicht den weiteren Eröffnungsverlauf, denn das Spiel kann danach in die verschiedensten Varianten sowohl des Damengambits als auch indischer Systeme übergehen. Das spezifische strategische Motiv, das die Englische Eröffnung kennzeichnet, ist das konsequente Streben des Anziehenden nach Kontrolié und Beherrschung des wichtigen Punktes d5. Diesem Ziel dienen die Züge c2-c4, Llbl - c3 und oftmals die Fianchettierung des weifífeldrigen Láufers. Die Bauern d2 und e2 greifen gewöhnlich etwas, spáter ins Geschehen ein, was es ermöglicht, die Pláne des Kampfes um die Initiative zu variieren. Schwarz kann seine Gegenmafinahmen in der Englischen Eröffnung auf zwei strategische Zielsetzungen gründen: Er überláfit dem Kontrahenten entweder freiwillig die weifien Felder im Zentrum und konzentriert seine Anstrengungen auf die Herstellung der Kontrolié über den Punkt d4 (dem entsprechen die Verteidigungen 1. ... e7-e5 und 1. . . . c7-c5) oder er versucht, mit 1. ... Llg8-f6 nebst 2. . . . d5, 2. ...e6oder2. ... c6 den Kampf um das Feld d5 aufzunehmen. In den langen Jahren ihrer Entwicklung bewáhrte sich die Englische Eröffnung als ein höchst gehaltvoller Spielanfang, der reich an mannigfaltigen Ideen ist und so der schöpferischen Phantasie breiten Raum Iáik. Besondere Popularitát erwarb sich die Englische Eröffnung in den letzten Jahrzehnten, da ihre geschmeidige Strategie aufíerordentlich mit der modernen Auffassung von den Aufgaben in der ersten Phase der Schachpartie harmoniert. In der heutigen Turnierpraxis nimmt die Englische Eröffnung einen bedeutenden Platz ein. M. Taimanow