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Werner Wurst - Exakta [antikvár]
 
Kleinbild-Fotografie ein Begriff, der die großartigen Ergebnisse einer melir als hundertjälirigen Entwicklungsarbeit umreißt, eine Art Superlativ, von dem aus betrachtet eine weitere Steigerung der Leistungen kaum denkbar erscheint. Und doch ist gerade die Kleinbild-Fotografie als Kind unserer Zeit aufgeschlossen für jeden Zustrom anregender Ideen und Wünsche und stets bereit, sich wendig und fügsam allen Veränderungen unserer Ansichten anzupassen. Das ist es wohl auch, was uns das »Kleinbild« so wertvoll macht. Wir fühlen, daß...
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Kleinbild-Fotografie ein Begriff, der die großartigen Ergebnisse einer melir als hundertjälirigen Entwicklungsarbeit umreißt, eine Art Superlativ, von dem aus betrachtet eine weitere Steigerung der Leistungen kaum denkbar erscheint. Und doch ist gerade die Kleinbild-Fotografie als Kind unserer Zeit aufgeschlossen für jeden Zustrom anregender Ideen und Wünsche und stets bereit, sich wendig und fügsam allen Veränderungen unserer Ansichten anzupassen. Das ist es wohl auch, was uns das »Kleinbild« so wertvoll macht. Wir fühlen, daß das Grundprinzip dieser Arbeitsweise ausgereift ist und wie manche andere technische Erscheinungsform kaum von etwas grundlegend Neuem überholt werden kann, daß aber trotzdem alle neuen Gedanken mit dem Bestehenden verflochten werden können. Wer hätte zu Beginn der Kleinbild-Fotografie daran gedacht, daß sich einmal auch die gesamte Wissenschaft, die Presse und überhaupt die fotografische Fachwelt in einem solchen Ausmaß des kleinen Negativs bedienen würden? Wer hätte Farbfotos, Röntgen-und Infrarot-Aufnahmen, wer Reproduktionen, Unterwasserfotos und die vielen anderen Gebiete der angewandten Fotografie mit dem Kleinbild in Verbindung zu bringen versucht? Heute ist es schon beinahe zur Selbstverständlichkeit geworden, daß jedes der winzigen Negative olle Voraussetzungen für ein Papierbild 30X40 cm und größer in sich tragen kann. Doch wir, die wir uns mit der Kamerawahl der Kleinbild-Fotografie verschrieben haben, wir wollen die Annehmlichkeiten und die stets aufs neue überraschenden Ergebnisse nicht unbedacht entgegennehmen, sondern mit Dankbarkeit all der vielen bekannten und unbekannten Pioniere unserer Arbeitsmethode gedenken. Grundsätzlich wurde die Entwicklung zur Kleinbild-Fotografie auf drei verschiedenen Wegen betrieben: Objektiv und Kamera und Aufnahmematerial, und die glückliche Verschmelzung dieser wesentlichen Faktoren führte schließlich zu dem bahnbrechenden Erfolg. Die Errechnung des ersten Anastigmats, eines hoch korrigierbaren Objektivs, liegt bereits im vorigen Jahrhundert. Seitdem wurde in verstärktem Maße versucht, kleine Kameras zu bauen. Mechanisch und optisch waren die Schwierigkeiten zu überwinden, aber die Eigenschaften des Aufnahmematerials, vor allem dessen grobes Silberkorn, versperrten den Weg zum kleinen vergrößerungsfähigen Negativ. So konnte eine wirkliche Kleinbild-Fotografie erst dann entstehen, als es gelungen war, Platten und vor allem Filme mit feinkörnigen Schichten zu gießen und geeignete Entwickler bereitzustellen, damit auch im Negativprozeß die Feinheit des Silberniederschlages voll erhalten blieb. Neue verbesserte Objektive wurden produziert, und auch die feinmechanische Industrie konnte jetzt einen würdigen Beitrag leisten: Die Kleinbild-Kamera. Sie brachte die neuen Methoden des Scharfeinstellens und Bildbeobachtens. Die Frage des Aufnahmematerials löste man in revolutionärer Form; Der perforierte Filmstreifen von 35mm Breite, der Normalfilm, wie er der Kinematographie seit langem treu diente, trat als Träger der kleinen Negative auf den Plan. In einem einzigartigen Aufschwung wurden Kameras, Objektive und Filme von Jahr zu Jahr verbessert. Das Erscheinen der Kine-Exakta im Jahre 1936 eröffnete einen neuen Abschnitt in der Kleinbild-Fotografie und führte ihr ungezählte Freunde zu. Sie hatten zwar den Aufstieg der Kleinbild-Technik mit Sympathie verfolgt, aber ihnen fehlte zum Einstellen und Beobachten das unbestechliche Mattscheibenbild, an das sie durch Platten- und Reflex-Kameras größerer Formate gewöhnt waren. Als erste einäugige Kleinbild-Spiegelreflex 11

Termékadatok

Cím: Exakta [antikvár]
Szerző: Werner Wurst
Kiadó: VEB Fotokinoverlag
Kötés: Vászon
Méret: 170 mm x 230 mm
Werner Wurst művei
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