Bővebb ismertető
Binnengewässer
Gegenüber der Tatsache, daß 70,8% der Erdoberfläche von den Meeren eingenommen werden und das Volumen des Meereswassers die gewaltige Größenordnung von 1368000000 Kubikkilometern erreicht, was 97,9% des Wasservorrates der Erde entspricht, nehmen sich die Süßwasservorräte äußerst gering aus. Etwa 2% des Gesamt-wasservorrates sind zudem in Gletschern, vor allem in der Antarktis, festgelegt, weitere 0,0009% befinden sich als Wasserdampf in der Erdatmosphäre, und nur 0,035% des Wasservorrates unseres Planeten stehen für die Binnengewässer und als Grundwasser zur Verfügung. Die DDR hat im Vergleich zu anderen industriell hochentwickelten Staaten nur geringe Süßwasservorräte, obwohl immerhin 2100 km^, also etwa 2 % ihres Territoriums, von Oberflächengewässern bedeckt sind. Von diesen 210000ha entziehen sich knapp 20% einer Nutzung durch Binnenfischerei oder Angelsport, wobei es sich meist um Kleinstgewässer, Moore, Satzseen und um umweltgeschädigte Gewässer handelt. Die im vorgenannten Sinne nutzbaren Süßgewässer weisen verschiedenste Formen auf, die in Tabelle 1 vereinfacht zusammengefaßt wurde. Jede Gewässerklassifizierung, ob sie nun nach hydrologischen, limnologischen oder fischereibiologischen Grundsätzen erfolgt, kann nur Richtwerte vermitteln. Jedes Gewässer stellt einen in seiner Art nicht wiederholbaren Organismus dar, geprägt von einer Vielzahl Faktoren aus der belebten und unbelebten Materie. Hinzu kommt, daß zahlreiche Gewässer Übergangsformen zwischen verschiedenen Gewässertypen sind. So ist z. B. häufig die Zuordnung eines Gewässers "in bestimmte qualitative und/oder quantitative Fischertragsklassen nur grob annähernd möglich.
Fließgewässer
In der Regel weisen Fließgewässer unter natürlichen Bedingungen eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Strömung auf, bewirkt durch Niveauunterschiede im Ge-wässerveriauf. Die Strömungsgeschwindigkeit hängt in erster Linie vom Gefälle in einem gegebenen Gewässerabschnitt und ferner auch von der Wassermenge ab, sie kann im Jahresverlauf -daher auch stark schwanken. Während in natürlichen Gewässern, von seltenen Ausnahmen abgesehen, die Strömung stets in einer Richtung verläuft, kann sie in solchen künstlichen Gewässern, die aus praktischen Erwägungen zu den Fließgewässern gerechnet werden (s. Tab. l), auch
Tabelle 1 GewässerTormen
Stehende Gewässer
Fließende Gewässer
Natürliche Gewässer
1. Bäche, Fließe
2. Flüsse
1. Weiher
2. Seen
Sonderform: Flußseen 3. Ströme
Sonderformen:
teilausgebaute Fließgewässer, z. B. faschi-nierte Ufer, Buhneneinbauten
Künstliche Gewässer
1. Teiche I. Meliorationsgräben la spezielle Fischteiche 2. MiJhlgräben
2. Baggerseen 3. Kanäle
(Sand-, Ton-, Kies- 3a Schiffahrtskanäle gruben usw., Steinbrüche, Tagebaurestseen, Torfstiche)
3. Talsperren, Stauseen