Bővebb ismertető
1.
Aus der Geschichte der Fotografie
1.1. Von der camera obscura zur modernen Kamera
Bereits im Jahre 1342 beschrieb Petrus von Alexandrien die camera obscura, eine einfache Lochkamera. Sie bestand aus einem lichtdicht geschlossenen Kasten. Fiel durch ein Loch in der Vorderwand Licht in das Kasteninnere, dann war auf einer Mattscheibe an der Kastenrückwand ein kopfstehendes, seitenverkehrtes Bild der Objekte zu sehen, die sich vor dem Kasten befanden. Leonardo da Vinci beschrieb im 15. Jahrhundert dieses Gerät eingehender.
Die camera obscura wurde später durch den Einbau von Linsen verbessert; aber erst 1840 gelang es Petzval in Wien, sein berühmt gewordenes Porträt-Objektiv herzustellen. Zwei Jahre später baute Voigtländer die erste, leicht transportable Metallkamera. 1866 konstruierte Steinheil in München den ersten Aplanaten, ein für damalige Verhältnisse gutes Objektiv der Lichtstärke 1:6,3. Rudolph, der bedeutendste Schöpfer fotografischer Objektive und als Konstrukteur des Tessars weltberühmt geworden, schuf 1889 bei Zeiss in Jena seinen ersten Anastigmaten (Protar). 1902 entstand, zunächst in der Lichtstärke 1:6,3, das Tessar. Lichtstarke Objektive (1:2) wurden erst erheblich später errechnet, so 1926 das Ernostar von Klughardt und Bertele, dessen spätere Berechnungen der Sonnare der modernen Kleinbildfotografie zum Siege verhalfen.
Hand in Hand mit der Entwicklung der Objektive vollzog sich auch die der Kameras. Diese waren in den ersten Jahrzehnten nach Erfin-
dung der Fotografie noch groß und unförmig, wobei Plattenformate von 30 cm x 40 cm und größer durchaus gebräuchlich waren. Mit der Verbesserung der Aufnahmematerialien wurden die Plattenformate und damit auch die Kameras kleiner. Bis in die 30er Jahre unseres Jahrhunderts behauptete die 9 cm x 12cm-Ka-mera unbestritten ihren Platz, mußte dann aber den Rollfilm-Kameras von 6 cm X 9 cm weichen, die jedoch nach Einführung der Kleinbildkameras ebenfalls stark an Bedeutung verloren.
Schon 1912 hatte Barnack bei Leitz in Wetzlar die erste Kleinbildkamera (Vorläufer der Leica) erfunden, deren Verbreitung damals am Fehlen eines feinkörnigen Films scheiterte. Erst in den erwähnten 30er Jahren entstand zugleich mit brauchbaren Filmen die erste Leica, die die Weltgeltung der Kleinbildfotografie einleitete. Ihr folgte 1932 die berühmte Con-tax.
Wichtig ist die Tatsache, daß man etwa 1924 erstmalig den Aluminiumdruckguß beim Bau von Kameras einsetzte. Dadurch war es möglich, kleine und leichte Kameras herzustellen und die Massenfertigung einzuführen, die mit dem Aufkommen der Kleinbildkameras notwendig wurde. Kurze Zeit später entstand die erste Kine-Exakta, die das System der Kleinbild-Spiegelreflexkameras einleitete. Etwa zur gleichen Zeit ist auch der erste elektrische Belichtungsmesser hergestellt worden, der den Einsatz der modernen Kamera erst ermöglichte. Waren es zunächst ausschließlich Handinstrumente, so wurden sehr bald auch Belichtungsmesser in Kameras eingebaut, am Anfang allerdings noch ohne Kupplung mit den Bedienungselementen der Kamera selbst. Erst nach 1945 erscheinen die ersten Kleinbildkameras mit gekuppeltem Belichtungsmesser, die eine halbautomatische Belichtungsregelung zuließen, z.B. Penti II, Pentina, Werra-mat. Der derzeitige Entwicklungsstand wird durch die Spiegelreflexkameras PRAKTICA MTL 5, PRAKTICA MTL 50, PRAKTICA BCl und PRAKTICA B 100 gekennzeichnet, die mit der halbautomatischen Innenmeßeinrichtung ausgestattet sind.