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Hobbi

Fotografie Januar-Dezember 1974. [antikvár]

Fotografie Januar-Dezember 1974. [antikvár]

 
RESONANZEN Bilddiskussion Heft 8/1973 Was einem beim ersten Betrachten des Bildes von Mario T. Szulo auffällt, sind zwei Dinge; der Boll und die Bewegungs-unschärfe. Man könnte meinen, die Bildaussage wäre damit bereits ersciiöpft. Erst allmählich versucht man. w/eitere Einzelheiten zu erfassen. Die Aufnahme ist interessant, weil sie durch ihre Eigenart ver-blüHt. Im Kreise meiner Kollegen, die olle Fußballanhänger sind, wird das Bild aller-dings abgelehnt, weil eben Spieler Müller oder Meier aus der Lieblingself nicht in einer...
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RESONANZEN Bilddiskussion Heft 8/1973 Was einem beim ersten Betrachten des Bildes von Mario T. Szulo auffällt, sind zwei Dinge; der Boll und die Bewegungs-unschärfe. Man könnte meinen, die Bildaussage wäre damit bereits ersciiöpft. Erst allmählich versucht man. w/eitere Einzelheiten zu erfassen. Die Aufnahme ist interessant, weil sie durch ihre Eigenart ver-blüHt. Im Kreise meiner Kollegen, die olle Fußballanhänger sind, wird das Bild aller-dings abgelehnt, weil eben Spieler Müller oder Meier aus der Lieblingself nicht in einer seiner besten Passagen zu erkennen ist. Ruppert Dymorczyk, Erfurt Der „Ungarische Fußball 70" findet meine absolute Zustimmung. Weshalb auch nicht? Hier steht der im Mittelpunkt, um den es sich immer dreht. Joachim Schneider, Welzow Es gehört schon etwas dazu, den fliegenden Fußball im Sucherbildausschnitt so zu verfolgen, daß er scharf, alles ondere aber unscharf ouf den Film kommt. Trotzdem ist dabei kein Foto entstanden. Ein Spiel, weiter nichts. Aber wer spielt schon nicht gern einmal? Dr. Horst Rocholl, Neuenhagen Gefüllte Tribünen, turbulente Szenen, begeistertes Publikum, alle diese Eindrücke von der beliebtesten aller Sportarten werden wach, Fußball einmal ganz anders. Meiner Meinung nach ist das Mario T. Szulo ausgezeichnet gelungen. Hermann Geisel, Oelsnitz Nicht wenige Betrachter des Bildes mögen sich die Frage stellen, worin bei dieser abstrakten Szenerie das Typische des ungarischen Fußballs besteht. Walter Radecker, Oelsnitz Diese Frage wurde tatsächlich von vielen Lesern, darunter auch Hartmut Reinhold, Peenemünde, gestellt. Und sicher nicht ganz zu Unrecht. Dennoch sahen die meisten der kritisdi gestimmten Diskussionsfreunde den eigentlichen Stein des Anstoßes woanders: Die durch Bewegungsunschärfe hervorgerufene Abstraktion scheint mir etwos zu weit getrieben, Oder sieht es ein Fußball-onhänger anders als ich? Johannes Thomas, Dorfhain Die „Selbstkritik" des Bildautors ist wohl doch ein wenig übertrieben. Ganz so schlecht und undurchsichtig steht es um den ungarischen Fußball sicher nicht. Empfehlung: bei Sportmotiven NP27 und Viooo s Belichtungszeit. Bernd Kaden, Leipzig Dos Fluidum und die Bewegung der Spieler werden durch die allzu umfassende Unschärfe nur unzureichend wiedergegeben. Ich könnte mir vorstellen, daß dieses Bild als Werbefoto für einen Fußbollproduzenten sehr geeignet wäre. Die ästhetische Aussage über ein temperamentvolles Fußballspiel dagegen geht meines Erachtens in diesem Bild verloren. Erwin Frank, Fotozirkel des ZFIV, Berlin Ähnliche Worte der Kritik lasen wir bei Thomas Kläber. Beyern. Hans-Günther Hallmann, Halle, u.a. Um so überraschender vielleicht für viele unserer Leser, daß dieser ungewöhnliche Schärle-Unschärle-Kontrast andererseits auch Anlaß zum Beifall war: Der Autor hat es ausgezeichnet verstanden, bildwirksame Mittel wie Bewegungsunschärfe und lange Brennweite gezielt zu nutzen, um damit die typische Atmosphäre einer außerordentlich schnell verlaufenden Situation ausdrucksstark zu interpretieren. Der Ball dient hier als Symbol und zeigt, daß es in dieser Sportart keinen genauen Fixierpunkt gibt; jeder Spieler kämpft um ihn und ist deshalb in ständiger Bewegung. Für meine Begriffe kommt diese Totsache sehr deutlich zur Geltung. Außerdem zeigt der Autor, welch ausgereifte Möglichkeiten die Schwarzweißfotografie bietet und welch vielfältige Gelegenheiten es noch gibt, einmal vom alten Stiefel loszukommen. Peter Müller, Leipzig Ähnliche Worte der Zustimmung kamen von Ernst Schenke. Peenemünde, und B. Blume, Klitzschen. Wer bei einem Fußballspiel in jedem Falle erkennen will, welche Spieler gerade am Ball sind, hat jedoch ein gutes Recht darauf, anderer Meinung zu sein. Indessen wäre es aber wohl recht dürftig um die Sportfotografie bestellt, würden wir darunter nur das Konterlei der Akteure verstehen. Nicht alles, wos die spannungsgeladene Atmosphäre eines sportlichen Wettstreits bietet, werden wir als Zuschauer in der Schnelle optisch in uns aufnehmen können. Sollte es sich da nicht hin und wieder lohnen, dem Reiz auch solch flüchtiger Augenblicke Dauer zu verleihen? Wir meinen, der Autor hat einen begrüßenswerten Anstoß dazu gegeben - nicht als Alternative zum Alltag der Sportfotografie aber vielleicht doch zur gestalterischen Bereicherung unseres Themas. Dieses Foto könnte durch seine unkonventionelle Interpretation sicher auch manche der mitunter streng dokumentarisch gehaltenen Illustrationen auflockern. Wolfgong Thomas, Waldheim Ein Gedanke, der in der Verallgemeinerung sicher des Nachdenkens wert wäre - auch wenn man sich an Ungewohntes eben erst gewöhnen muß Unser nächstes Diskussionsthema soll wieder einmal dem Foto im Plural gewidmet sein: Unter der Öberschrift „Der Zyklus" stellen wir aul den Seiten 18 bis 23 dieses Heftes in Wort und Bild eine Präsentations-form vor, die sicherlich recht unterschiedliche Resonanzen erwarten läßt. Ihre Meinung zu den Beispielen und den Argumenten der Autoren (wobei Sie sich gern auch ouf dieses oder jenes Einzelbeispiel beschränken können) erbitten wir diesmal bis zum 18. Februar 1974. Zustimmung und Ärger Den Nagel auf den Kopf getroffen haben die GEDANKEN von Alfred Neumonn (im Augustheft 1973). So viel Satire und Humor höbe ich der FOTOGRAFIE gar nicht zugetraut. Gut soi Ich betrachte den Beitrag nicht nur als eine Kritik an Produktion und Handel, wenn auch hauptsächlich, sondern auch am Verbraucher. Vielleicht sollten diejenigen unter uns, die glückliche Besitzer solcher Kostbarkeiten sind, doch öfter einmal zu ihnen greifen. Ich habe mir sagen lassen, manchmal soll schon ein vorgesetztes Filter ein unscheinbares Motiv zu einem guten Foto machen. Dieter Luchmann, Berlin

Termékadatok

Cím: Fotografie Januar-Dezember 1974. [antikvár]
Kiadó: VEB Fotokinoverlag
Kötés: Könyvkötői kötés
Méret: 210 mm x 300 mm
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Vélemény:
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