Bővebb ismertető
Die schöne Erinnerung, das schlechte Fotound was wir dagegen tunZwei recht entgegengesetzte Gefühlestehen am Eingang zur Fotografie. Sie heißen Freude und Ent-täuschung. Zuerst freut man sich, daß tatsächlich ein Bild zu-stande kommt, daß dieses wundersame Ineinandergreifen vontechnischen Vorgängen auch für uns gewirkt hat. Das ist einereine und schöpferische Freude.Aber ihr folgt die Enttäuschung auf dem Fuß. Ist doch allesso ganz anders geworden, als man es in seiner Vorstellungs-welt bewahrt hat, als es die Erinnerung aufgehoben hat. Hatuns nicht an der schönen Landschaft etwas gefesselt, was jetztnicht in der Fotografie erscheint, hat der Mensch, den wir foto-grafiert haben, nicht durch Dinge auf uns gewirkt, die garnicht übermittelt werden durch dieses Stuck Papier mit grauenund schwarzen Tönen drauf. Hat nicht das alte Städtcheneinen zauberhaften Reiz entfaltet, von dem nun die Fotografieaber auch nicht den geringsten Hauch mehr verspüren läßt?Da stellen wir also fest, daß zwischen unserem Er-leben und der Art, wie die Fotografie dasAbbild der Dinge, die uns bewegt haben, fest-hält, ein sehr großer Unterschied ist.Um die Fotografie trotzdem erfreulich anwenden zu können,muß man verstehen, $ie so zu lenken und so zu handhaben,daß sie mit unserem Sehen gemeinsame Sache macht. Undum dahin zu gelangen, müssen wir zunächst unser Erleben unddie Art, wie die Fotografie arbeitet, miteinander vergleichen.Aus dem Erkennen der Unterschiede werden wir manchenNutzen ziehen.