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Bilanz nach sieben Jahren WALTER HEILIG, HON. EFIAP Die Zentrale Kommission Fotografie besteht über sieben Jahre. lm Mai 1959 wurde die Kommission auf Grund eines gemeinsamen Beschlusses des FDGB, der FDJ, des Deutschen Kulturbundes und des Zentralhauses für Volkskunst ins Leben gerufen. Ausschlaggebend für ihre Gründung waren die Ergebnisse des V. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands auf kulturpolitischem Gebiet und die Erkenntnisse der 1. Bitterfelder Konferenz. Die Gründung der ZKF war ein Akt, der den gesellschaftlichen Erfordernissen Rechnung trug. Der damals gegebene und noch heute seine Richtigkeit habende Auftrag für die ZKF ist: ein politisch-ideologisches Führungsgremium für das laienkünstlerische Fotoschaffen in unserer Republik herauszubilden und darüber hinaus die Arbeiten auf allén Gebieten der Fotografie in unserem Staate zu koordinieren. Es ist erfreulich, feststellen zu können, dal3 sich die ZKF von Jahr zu Jahr gefestigt und ihre Leitungstatigkeit kontinuierlich verbessert hat. Bereits die 3. Zentrale Tagung für Fotografie im November 1963 konnte im Rechenschaftsbericht zur Kenntnis nehmen : „Die hinter uns liegenden vier Jahre fotokünstlerischen Schaffens zeichneten sich durch eine echte gesellschaftliche Rangerhöhung aus, die die Fotografie in unserer Republik erfuhr. Gab es auf der I.Zentralen Tagung im Mai 1959 Klagen und gutgemeinte Vorschlage, dem fotografischen Schaffen eine grölBere Beachtung in der öffentlichkeit entgegenzubringen, gab es kritische Hinweise auf die Unterschatzung der Fotografie, so finden wir heute eine völlig andersgeartete Situation: Das fotokünstlerische Schaffen ist zu einem festen Bestandteil der gesamten Kunstentwicklung in der DDR geworden." Es lag deshalb auf der Hand, dali es sich - entsprechend den neuherangereiften gesellschaftlichen Bedingungen - auf dem Gebiete der Fotografie notwendig machte, nach einer breiten kollektiven Beratung und Diskussion neue Grundsatze für das fotokünstlerische Schaffen anzunehmen. Das Leitungsgremium Zentrale Kommission stellt sich darin folgende Aufgaben: „Die ZKF koordiniert die Tatigkeit aller Fotogruppen, unabhangig von deren Zugehörigkeit zu den verschiedenen gesellschaftlichen Organisationen, leitet sie an und unterstützt sie. Sie unterstützt alle Fotozirkel und Arbeitsgemeinschaften in ihrem Bemühen, den fotografisch Tatigen höhere Kenntnisse über asthetische, künstlerische und technische Probleme der Fotografie und über gesellschaftliche Fragen unserer Zeit zu vermitteln. Sie gibt die Zeitschrift .fotografie' heraus. Gemeinsam mit den Bezirks- und Kreiskommissionen führt sie Ausstellungen und Wettbewerbe durch, nimmt EinfluB auf die Arbeit der Bildverlage, der Zeitschriften und anderer Institutionen und hilft ihnen, mittels der Fotografie erzieherisch und propagandistisch zu wirken." Es ist für jedermann offensichtlich, daB eine Kommission, mag sie noch so gut zusammengesetzt sein, eine derartige umfangreiche Palette notwendiger Arbeiten ohne enge und engste Beziehungen und Verbindungen zu den Arbeitsgemeinschaften, Zirkeln und Interessengruppen überall in unserer Republik nicht bewaltigen kann. Deshalb gewinnen die Funktionen der Bezirks- und Kreiskommissionen entsprechend der standig wachsenden Zahl von Fotoamateuren in unserer Republik immer gröl3ere Bedeutung als echte Verbindungsglieder zwischen der Zentralen Kommission und den Fotografen im Betrieb, in der Genossenschaft, im Kreiskulturhaus. Neben dieser zielgerichteten Arbeit nach innen erwachst der Zentralen Kommission besonders in den letzten Jahren eine schöne, aber zugleich schwere Verantwortung in der Reprasentanz des fotokünstlerischen Schaffens unserer Republik im Ausland und in der da raus entstehenden Verpflichtung der Pflege internationaler Verbindungen. Mit Genugtuung erkennt jeder Bürger unseres Staates, wie die internationale Anerkennung unserer Deutschen Demokratischen Republik kontinuierlich wáchst und die Realitat unseres Staates von Jahr zu Jahr klarer wird für jeden, der gelernt hat, die Welt realistisch einzuschatzen. Daraus ergibt sich die nicht verwunderliche Tatsache, dal3 auch auf dem Gebiete der Fotografie die Möglichkeiten der Ausstrahlung der Fotografen unserer Republik durch ihre besten Bildleistungen in den Jahren 1964/65 ungleich gröBer waren als in der Zeit zuvor. Die Beteiligung an Fotoausstellungen in den verschiedensten Landern unserer Erde, der persönliche Kon-