Bővebb ismertető
Vorwort
Die Gattung ist eine künstlich geschaffene Kategorie. Ihr werden anhand gattungstypischer Merkmale mindestens eine bis beliebig viele Arten zugeordnet. Außer der Art ist die Gattung das noch am einheitlichsten abgrenzbare, systematische Taxen. Mit über 90 bekannten Gattungen, denen momentan mehr als 950 Arten zugeordnet werden, bilden die Geckos einen starken Entwicklungszweig innerhalb der Echsen-verwandtschaft.
Die gewollte Beschränkung auf das Gattungsniveau erlaubt es erstmals, die Verwandtschaftsgruppe der Geckoartigen in ihrer Gesamtheit anhand wesentlicher Merkmale zu beschreiben, mit Abbildungen prägnanter Arten zu belegen und damit einem breiten Leserpublikum vorzustellen. Wenn die Einzelbeschreibungen der in diesem Buch aufgenommenen Gattungen Lücken aufweisen, so liegt das sicherlich auch am begrenzten Wissen des Autors. Das Herausfiltern und Bewerten von ganz charakteristischen Eigenheiten einer Gattung ging mir nicht in jedem Fall ganz leicht von der Hand. Andererseits ist der erreichte Kenntnisstand in verschiedenen biologischen Teildisziplincn bei den einzelnen Gattungen unterschiedlich weil vorangeschrit-ten.
Viele Geckoarten faszinieren durch interessante Verhaltensweisen, nicht selten auch durch ein attraktives, farbenprächtiges Äulkres, und wohl kaum ein Echsenpileger ist in einem Zoofachge-schäfl, bei der Suche nach geeigneten Arten für sein Terrarium, völlig achtlos an ihnen vorübergegangen. Der schwierigen Frage, welche Gecko-art für den praktischen Teil auszuwählen war.
habe ich mich dadurch entzogen, nur selbst kennengelernte Arten und ihre Haltung zu beschreiben.
Als ich vor mehr als 20 Jahren meinen ersten Gecko erhielt, beeindruckte mich sein Verhalten nachhaltig - zu verblüffend war sein blitzschnelles, phantastisches Klettervermögen auf den glatten Glasflächen des Terrariums. War es anfangs das Bemühen, verschiedene Arten im Terrarium kennenzulernen, folgten schon bald die ersten erfolgreichen Vermehrungsversuche. Später entwickelte ich dann weitere, spezielle Interessen an dieser Tiergruppe. Meine in vielen Jahren gesammelten Eindrücke und Erfahrungen, verbunden mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der herpetologischen Fachliteratur, möchte ich hier vorlegen, in der Hoffnung ratgebend helfen zu können oder anzuregen, das notwendige Wissen im Umgang mit Geckos im Terrarium weiter zu vervollkommnen. Viele Freunde und Bekannte, die sich selbst zum Teil auch schon über mehrere Jahrzehnte hinweg mit der Haltung und Vermehrung von Geckos befassen, und auch zahlreiche Herpetologen haben mich auf meinem Weg als Geckoliebhaber begleitet, mir nicht selten auch durch praktische Hilfe oder guten Rat weitergeholfen. Ihnen danke ich an dieser Stelle herzlich. Bei der Abfassung dieses Buches haben mir liebenswürdigerweise mit einem freundschaftlichen Gedankenaustausch und dem Zusenden von Literatur besonders geholfen: A.M. Bauer (Villanova), D. Garthwaite (Cop-thorne), W. Großmann (Berlin), W.D. Haacke (Pretoria), FW .Henkel (Bergkamen), R.E. Ho-negger (Zürich), U. Joger (Darmstadt), A.G. Kluge (Michigan), J.Nunan (San Diego), R. Porter (Crosley), B. Roll (Wennigsen), A.R Rüssel (Calgary), E. Schröder (Kiel), K.H. Switak (San Francisco), G. Swan (St. Ives), N.N. Szczerbak (Kiew), P.E. Vanzolini (Sao Paulo), Y.L. Werner (Jerusalem).
Zu danken habe ich ferner den Herren W. Böhme (Bonn) und F.J. Obst (Dresden), die das Manuskript einer kritischen Durchsicht unterzogen. Herrn G. Trautmann (Kiel) verdanke ich einige Verbesserungen im praktischen Teil des Buches.
Herberl Rösler