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DAS JAGDWESENDER TSCHECHOSLOWAKEIIN HISTORISCHER SICHTEs ist allgemein bekannt, daß die Tschechoslowakei in jagdlicher Hinsicht eine der bedeutendsten Stellen in Europa einnimmt. Dies ist eine Folge des Vorhandenseins optimaler Lebensbedingungen für sämtliche in diesem schönen Lande vorkommenden Wildarten sowie der Hege und fachlichen Pflege, die ihnen hier zuteil wird. Der Gebirgswall, der die Tschechoslowakei von drei Seiten her umgibt, beginnend mit der Sumava (Böhmerwald) und abschließend mit den Ost-Beskiden, bildet einen natürlichen Schutz des nur nach Süden hin gegen die Marchfeldniederung und die große Ungarische Niederung offenen Raumes. In Urzeiten war der Gebirgswall im Norden das letzte Gebiet, wohin sich noch die Eisdecke Nordeuropas erstreckte, mit deren Bewegung auch der Wandel von Tier- und Pflanzenwelt unmittelbar zusammenhing. Und der offene Süden war einer der ältesten Schauplätze jagdlicher Betätigung des Urmenschen; welch hohe Stufe die Kultur dieser Epoche bereits aufwies, zeigen Funde aus zahlreichen Ausgrabungen, die in tschechoslowakischen Museen aufbewahrt sind. In der Slowakei wurde die Südgrenze zum Zeugen gewaltiger Wanderungen von Menschenstämmen, während die schwer zugänglichen gebirgigen Teile an vielen Stellen ihren ursprünglichen Zustand unverändert bewahrt haben. Als lebendes Andenken an die Eiszeit blieben hier Gamswild und Murmeltier zusammen mit einigen nicht zum Jagdwild zählenden Kleintieren erhalten.