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VORWORTDer Aristoteliker Franz Brentano hat in seiner Zeit sehr populäre Rätselbücher herausgegeben. Er schreibt im Vorwort zur ersten Auflage seiner Rätselsammlung Aenigmatias (Wien, 1918): Das Staunen, sagt Aristoteles, ist und war von Anfang, was die Menschen zum Philosophieren führte: sie fühlten einen Drang zur Lösung der Rätsel. Wo nun dieser lebendig ist, da wird er, wie im Großen, auch im Kleinen sich offenbaren Männer wie Schleiermacher und Fechner sind hier mit dem Beispiel vorangegangen.Im Vorwort zur zweiten Auflage dieses Rätselbuches (Florenz 1909) erzählt Brentano, er sei als Kind von einem seiner Professoren, der aus Mainz stammte, in die Rätselspiele eingeführt worden. Das Rheinland stand im 18. Jahrhundert unter dem geistigen Einfluß Frankreichs, wo d'Alem-bert und seine berühmten Freunde sich fortwährend solche Rätselaufgaben zugeschickt haben. Brentano hat deutlich gesehen, daß sein Rätselbuch mit jener Liebhaberei der Enzyklopädisten zusammenhing. Es ist keineswegs rätselhaft, daß Philosophen sich für Rätselspiele interessieren. Bei Ernst Mach heißt es, eine mathematische Aufgabe läßt sich oft als Rätsel auffassen. Bei den alten Indern gäbe es sogar mathematische Aufgabensammlungen, in denen die Aufgaben nach dem Vorbild von Rätseln formuliert werden^. Wahrscheinlich gilt das aber nicht nur für mathematische Aufgaben. Vielleicht besteht die Möglichkeit, an Rätselfragen und Rätsellösungen die'J Emst Mach: Erkenntnis und Irrtum (Leipzig, 1906^) 258.