Bővebb ismertető
VorwortAllen sukkulenten Pflanzen, ob Kakteen oder Arten aus anderen Familien, gemeinsam ist ihre Anpassung an extrem trockene Klimazonen. Sie stellen, so vielfältig ihre Lebensformen auch sind, ähnliche Kulturansprüche an uns und werden deshalb, von einigen Ausnahmen abgesehen, gleich untergebracht und ähnlich gepflegt. Viele dieser viiderstandsfähigen Pflanzen bewähren sich dank ihrer geringen Ansprüche an die Luftfeuchtigkeit besser in der trockenen Luft unserer zentralbeheizten Wohnräume als andere Zimmerblumen. Die bizarren Wuchsformen der Kakteen und anderer Sukkulenten allein sind Grund genug, sie zu pflegen. Darüber hinaus schmücken sich viele von ihnen, allen voran die Kakteen, willig mit prächtigen Blüten, die denen anderer Zimmerblumen an Schönheit nicht nachstehen. Kein Wunder also, daß Kakteen und in geringerem Maße andere sukkulente Pflanzen immer mehr Freunde finden. Viele der schönsten Kakteen wie Lobivia, Rebutía, Parodia und viele andere gelten zu Recht als ausgesprochen anspruchslose Anfängerpflanzen, Selbstverständlich gibt es auch empfindliche Arten, die ins Gewächshaus gehören, weil sie im Zimmer schlecht wachsen und nicht zur Blüte kommen. Die meisten in diesem Buch besprochenen Arten jedoch stellen keine außergewöhnlichen Anforderungen an uns. Kakteen werden in großer Zahl als Pflanzen oder Samen gehandelt. Andere Sukkulenten werden trotz ihrer ebenbürtigen Schönheit auch heute noch in viel geringerem Umfang angeboten, so daß es nicht immer einfach ist, die gewünschten Arten zu erhalten.Die Pflege sukkulenter PflanzenWollen wir Kakteen und andere Sukkulenten wirklich erfolgreich pflegen, so müssen wir ihnen Lebensbedingungen bieten, die denen ihrer Heimat möglichst nahekommen. Nur gut versorgte Pflanzen zeigen die ganze Schönheit ihres Wuchses und ihrer Blüten. Wir sollten deshalb wissen, unter welchen klimatischen und ökologischen Bedingungen sie leben und wie sie sich auf ihre oft lebensfeindliche Umwelt eingestellt haben.Das Klima der Gebiete, aus denen unsere Pfleglinge stammen, ist durch ausgedehnte Trockenperioden und kurze Regenfälle gekennzeichnet. Nächtlicher Taufall oder Nebelbildung in Küstennähe sorgen nur in gewissen Gebieten für ein wenig Feuchtigkeit außerhalb der Regenperiode. Der schroffe Wechsel zwischen Trockenzeit und Regenzeit bestimmt den jahreszeitlichen Lebensrhythmus der Sukkulenten, die alle eine ausgeprägte Ruhe- und Wachstumszeit durchmachen. Hinzu kommt das große Gefälle zwischen Tag- und Nachttemperaturen, das für die heißen Trockenzonen imserer Erde bezeichnend ist. Auch Pflanzen der hohen Bergregionen, wie Kakteen der Anden, erleben diese Gegensätze. Trotz niedriger Nachttemperatur, die bis unter 0° C absinken kann, sorgt die Sonne am Tage zumindest lokal für starke Erwärmung von Luft und Boden. Obwohl das Verbreitungsgebiet der Kakteen, um ein Beispiel zu nennen, vom Norden Amerikas bis zur Südspitze des Doppelkontinents und von den Küstenzonen bis zu Höhen von 3000 und 4000 Metern reicht, unterliegen alle ebenso den starken Gegensätzen von Wachstumsund Ruhezeit wie dem Gefälle zwischen Tag- und Nachttemperaturen. Bei