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1. Die Herkunft des HundesMenschen sind wißbegierig. Sie ruhen nicht, bis sie einem Rätsel auf die Spur gekommen sind. Kein Wunder, daß auch unser Haushund, von Zoologen canis familiaris genannt, schon früh zum Gegenstand wissenschaftlichen Forschungsdranges geworden ist. Es genügte nicht, ihn, wie es einst der Heilige Franziskus tat, als unseren Bruder zu lieben, man wollte auch wissen, woher er stammt und wie es dazu kam, daß er sich - worüber kein Zweifel besteht - einen Platz in unserer Mitte erobert hat. So beginnt nun auch dieses Buch mit ein paar Seiten grauer Theorie, denn wir wollen unseren Lesern nicht vorenthalten, was man heute von der Herkunft des Hundes weiß.Am Anfang war der WolfLange Zeit konnte man sich nicht darüber einigen, wer innerhalb der Familie der Canidae, der hundeartigen Raubtiere, als Stammvater des Hundes in Frage kommt. Sind unsere Pudel, Dackel und Terrier ursprünglich Wolfsabkömmlinge, stammen sie vom Schakal ab oder vielleicht von einem tJrhund, der heute ausgestorben ist? Bevor man mit systematischen Untersuchungen an Skeletten vorgeschichtlicher Hunde begann, war diesem Problem nicht recht beizukommen. Doch als genügend Funde vorlagen und wissenschaftliche Vergleiche möglich wurden, zeigte sich vor allem anhand von Schädelmessungen, daß nur der Wolf Anspruch auf die Vaterschaft am Hunde erheben kann. Als dann außerdem im Jahre 1954 festgestellt wurde, daß die Zahl der Chromosomen (Träger der Erbanlage, die für alle Tiere derselben Art in gleicher Anzahl vorkommen) bei Hunden und Wölfen übereinstimmt (39), während sie bei Schakalen niedriger ist (37), war es erwiesen, daß der