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Weshalb Diaposilive ?
Fotografieren heißt bildliche Darstellung in Licht und Schatten, heißt Abwägen von hellen und dunklen Flächen zu einem harmonischen Ganzen unter Beachtung physikalischer und chemischer Gesetze. Unser Ziel ist das fotografische Bild, die Aufnahme.
Helfer und Mittel zum Zweck sind vor allem die Kamera, das Film- oder Plattenmaterial und, nicht zuletzt, das Auge dessen, der hinter dem Objektiv steht. Nach dem bewußten Druck auf den Auslöser ist noch längst nicht alles getan; zunächst hat die Chemie das Wort, die Fotochemie, Sie gestaltet uns das Zwischenprodukt, das Negativ. Und hier scheiden sich nun die Wege. Der meist begangene zum fertigen Bildnis ist der Weg über das Papierbild als Kontaktabzug oder als Vergrößerung. Auch Sie, lieber Fotofreund, sind sicherlich diesen Weg gegangen, bestimmt zu Anfang Ihrer Laufbahn als Jünger der Fotografie, oft auch später noch als „alter Hase", vielleicht bis heute.
Wie wer es denn bisher? Voller Erwartung schauten Sie auf das Stückchen Fotopapier in der Entwicklerschale, sahen Grautöne sich bilden und zusammenfügen zu einem Bild und hielten schließlich das Endergebnis Ihrer Bemühungen in Händen. Und dann kam hin und wieder die Enttäuschung über Sie, lieber Fotofreund. Denn das, was Sie kritisch betrachtend in Händen hielten, entsprach oftmals bei weitem nicht der Stimmung, die Sie bewogen hatte, die Aufnahme zu machen. Wo war es geblieben, das Leuchten des sonnenbeschienenen Schnees, die duftige Atmosphäre des Gegenlichtes oder das Flimmern des sommerlichen Sees, das Erlebnis des lichtdurchfluteten Waldmorgens? Und dann kam es vor, daß Sie unbefriedigt von dem Ergebnis das Papierbild resignierend in den Papierkorb