Bővebb ismertető
EINLEITUNG Wer seine Kamera mit Verstand zu gebrauchen weiB, der will eines Tages auch den gesamten photographischen ProzeB kennenlernen, er will selbst entwickeln, kopieren und vergröBern. Dieses Streben nach dem Beherrschen der handwerklichen Photo-Technik kann in jedem Falle nur begrüBt werden, denn es wird niemand bezweifeln, daB lichtbildnerische Höchstleistungen ausschlieBlich dort entstehen, wo der Photofreund vom Entwickeln der Negatíve bis zum letzten Retuschestrich an der fertigen VergröBerung selbst am Werke ist. Dann sind es wirklich seine" Bilder, und er hat das Recht, alle Schöpferfreuden voll zu genieBen. Und nichts ist im übrigen erzieherischer für die Aufnahmetechnik als die eigene Dunkelkammerarbeit. Wer sich einmal mit einem unmöglichen Negativ abgequált hat, der merkt sich für alle Zeit, was er bei dieser Aufnahme falsch gemacht hatte. I. Zehn Minufen am Rande der Theorie Unsere Arbeit in der Dunkelkammer hat schon lángst nichts mehr mit Geheimnissen zu tun, und jedem Photofreund müssen die theoretischen Zusammenhánge bekannt sein, denn sonst weiB er gar nicht, worum es eigentlich geht. Rücken wir alsó der ersten Frage zu Leibe: 1. Was gesdiieht beim Belichten? Der Lebensquell der gesamten Photographie ist das Licht. Es ist physikalisch betrachtet eine Wellenbewegung, ganz áhnlich den Rundfunkwellen. Sonne, Glühlampe, Blitzlicht usw. sind die Lichtsender, die aber das Licht nicht nur in einer einzigen, sondern in ganz verschiedenen Wellenlángen aussenden. Die unterschiedlichen Wellenlángen üben in unserem Auge auch verschiedene Reize aus. Sie sind die Grundlage der Farbempfindung. Die meisten Lichtstrahlen treffen das Auge oder das Objektív der Kamera nicht direkt, sondern auf dem Umwege über die Gegenstánde um uns herum, von denen sie zurückgeworfen (reflektiert) werden. Sieht ein Gegenstand weiB aus, dann wirft er sehr viel Licht zurück (theoretisch sogar alles), hat er eine grüne Farbe, reflektiert er nur das Licht, dessen Wellenlánge in unserem Auge als grün empfunden wird, das restliche Licht aber wird von ihm verschluckt (absorbiert). Grün er-