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EINLEITUNG von Albert H. Morehead^)
EINIGE DATEN, DIE VERDIENEN, FESTGEHALTEN ZU WERDEN
Fast seit dem Tage, da Kontraktbridge das beliebteste Kartenspiel von Millionen auf der ganzen Welt wurde, ist es in einem Atemzug mit dem Namen Culbertson genannt worden. In einigen Ländern nennt man das Spiel einfach Culbertson. Es mutet fast ironisch an, wenn man bedenkt, daß sich Culbertson in jüngster Zeit um die Schaffung eines Systems für eine einheitliche Weltregierung bemühte und daß nun das wahrhaftig am meisten internationale aller Gesetze ein anderes Cul-bertson-Gesetz ist: dasjenige nämlich, das für die Lizitierungen von je 13 Bridge-Karten gilt.
Nur einer Handvoll von den Millionen Bridgespielern ist es bekannt, in welchem Ausmaß sie dem „Culbertson-Gesetz" folgen — selbst wenn sie glauben, nach einem anderen System zu spielen. Jüngere Spieler betrachten gewisse Lizitations-methoden als seit je bestehende Grundsätze, die jedoch, ehe sie Culbertson — in manchen Fällen vor nahezu dreißig Jahren — zum ersten Male formulierte, völlig unbekannt waren. Älteren Spielern dürfte es natürlich bekannt sein, daß Culbertson (damals als ein Radikaler im Bridge-Spiel betrachtet) sdion 1923 seine ersten Neuerungen einführte, aber häufig wird das vergessen. Den meisten Spielern, und selbst Experten, kommt
") Albert H. Morehead ist der hervorragendste Fadimann auf dem Gebiet der geschichtlichen Entwicklung des Kontraktbridge und anderer Spiele. Er ist Vorsitzender und Präsident des Amerikanischen Kontraktbridge-Verbandes gewesen, Bridge-Redakteur der New York Times und Verfasser mehrerer Büdier. Somit ist er in hohem Maße geeignet, zu erzählen, wie das Gulbert-son-System entstand und was unter grundlegenden Lizitierungen im Kontraktbridge zu verstehen ist.
Der Verlag
VORWORT DES VERFASSERS
Es ist eine Tatsache, bestätigt von Milhonen Bridgespielem auf der ganzen Welt, daß sie vom allerersten Anfang des Kontraktbridge an durch meine grundlegenden Bücher gewöhnt, belehrt und erzogen wurden. Zuerst kam 1930 das Blaubuch, 1934 das Rotbuch, 1936 vereinigte ich die Theorie und Praxis des Lizitierens und des Spielens im Goldbuch, welches ebenso wie dessen Vorgänger unzählige Auflagen erlebte.
Und nun, achtzehn Jahre später, erscheint mein heutiges, wiederum grundlegendes Buch, Kontraktbridge Vollständig. Es vereinigt die besten Gesamterfahrungen der besten Spieler und Analytiker der ganzen Welt mit meinen eigenen, die besten Merkmale des Goldbuches mit den letzten sorgfältig geprüften Entwicklungen des Kontraktbridge.
Es ist nicht unbescheiden zu behaupten, daß das vorliegende Buch, 1954 erschienen, das Beste und Vollständigste auf dem Gebiet des Kontraktbridge darstellt. Tatsächlidi ist es das einzige vollständige Kontraktbridge-Buch, das existiert. Es gibt hier und im Auslande andere Bücher, die sidi ebenfalls Con-tract Bridge Complete nennen. Ohne Ausnahme machen sie einen wohl etwas zu freien Gebrauch des Wortes „complete": sie sind „complete" in dem Sinne, daß sie in oberflädilicher Weise die Lizitation, den Angriff und das Spiel behandeln. Das umfangreichste enthält nur 185 Seiten großen Drucks über die Lizitation, ausreichend für einen Anfänger, unzulänglich für jemanden, der Kontraktbridge verstehen will. Unmengen wichtiger Fragen hinsichtlich des Bietens werden nicht einmal erwähnt, geschweige denn beantwortet.
So wie Schach, verlangt auch Kontraktbridge eine grundlegende, maßgebende und umfassende Bearbeitung der Theorie und der Praxis des Spielers. Diese bringt Kontraktbridge Vollständig. Hier wird der Spieler, ob mittelstarker oder Spitzenspieler in einem einzigen Band eine wissenschaftHch zusammengestellte Übersicht des modernen Kontraktbridge als Ganzes finden; und in dem selben Buch werden Himderte Fragen,
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