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Vorbemer ku ngen
Ergänzen wir die Frage nach dem guten Bild durdi ein „gut — wofür?".
Prof. Dr. Beiler
In allen Bereichen unseres Lebens begegnen uns Fotos; das Plakat an der Litfaßsäule informiert durch ein Foto, der Buchoder Schallplatteneinband wirbt damit, Zeitungen und Journale werden durch Fotos belebt. Wir schlagen das Buch auf, mit dem wi r uns weiterbilden: Fotos. Der Schmuck an unseren Wänden: Fotos. Wohin wir sehen, begegnen wir dem fotografischen Bild. Das betrifft nicht nur den verhältnismäßig kleinen Bereich unseres Alltagslebens, auch in der Industrie, in Wissenschaft und Technik leistet die Fotografie unschätzbare Dienste.
Einen großen Teil des umfangreichen Gebietes Fotografie haben sich die Amateurfotografen erschlossen, und immer wieder laborieren sie in den Dunkelkammern. Stets interessant bleibt das Suchen nach neuen Ausdrucksformen für unsere an Erkenntnissen, Problemen und Schönheiten reiche Welt.
Eines Tages aber lassen Quantität und Qualität seiner Bilder den Fotografen fragen: Was wird aus all meinen Fotos? Gehören sie nur ins Familienalbum oder in die private Bilderschatulle? Kann man nicht mit ihnen in irgendeiner Weise an die Öffentlichkeit treten? Unser Zeitalter ist bildhungrig. Nicht nur die Zeitung braucht Fotos, auch die Wandzeitung der Hausgemeinschaft, des Betriebes, der Produktionsgenossenschaft oder des Kindergartens, Schaukästen und Schaufenster kann man damit aktuell gestalten, Geschenke anfertigen und vieles andere mehr.
Es gibt aber noch einen Grund, weshalb man mit seinen Fotos, wenn sie eine gewisse Qualität erreicht haben, nicht hinterm Berg halten sollte. Es macht dem Fotografen mehr Freude, wenn er seine Erfolge auf diesem Gebiet durch andere bestätigt sieht. Es führt auch schneller zu neuen Erkenntnissen, wenn wir uns mit unseren Arbeiten der Kritik anderer stellen und ihre Erfahrungen zu den unseren machen können. Wie immer der Amateurfotograf seine Bilder verwendet, er sollte anstreben, sie in der Öffentlichkeit zu zeigen und sich darüber freuen, wenn ihm das gelingt. Selbstverständlich ist Fotografieren eine teure Freizeitbeschäftigung, und gegen das Nutzen von Möglichkeiten, die