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Auf die Plátze! Fertig Los! - Als ich an einem regnerischen Novembertage des Jahres 1930 im Budapester Rudas-Bad startete, um in der Meisterschaft der Mittelschüler 40 Meter zu schwimmen, dachte ich noch nicht daran, daB dadurch nicht nur meine Schwimmer-, sondern auch meine Schachkarriere beginnt. Ich wurde Erster unter den Schwimmern und schritt bald danach fröhlich, im Besitz der Medaille, über die Elisabethbrücke. Mein erhitzter Körper hatte sich aber in wenigen Minuten so unterkühlt, daB ich den übernáchsten Tag eine Brustfellentzündung mit 40 Grad Fieber bekam. Nach meiner Genesung muBte ich auf das Wettkampfschwimmen lange verzichten. Ich war ein unruhiger, áuBerst lebhafter Jüngling. Damals war ich schon so groB wie ein Erwachsene aber fast nur Haut und Knochen. Die Árzte schrieben mir deshalb máBige Bewegung vor. So unternahm ich viele Spaziergánge, die mich zuíalligerweise an einen in der Náhe meiner Wohnung gelegenen Platz führten, wo auf den Bánken groBe Schachkámpfe" ausgetragen wurden. Als mein Vater mein Interesse für das Schachspiel bemerkte, führte er mich Ende 1931 in einem Schachklub ein, der sich ausgerechnet in unserem Wohnhaus befand. Schachlich entwickelte ich mich dann sehr schnell und wurde Ende 1932 für die Amateurmeisterschaft der Hauptstadt Budapest nominiert. (Das war ein Turnier ohne Teilnahme von Schachmeistern.) Einen groBen EinfluB auf meine weitere Entwicklung übte der Umstand aus, daB ich in der Mannschaft meines Klubs in der 2. Klasse spielte. Aus taktischen Erwágungen setzte man mich ans erste Brett. Es stellte sich aber bald heraus, daB der eigentlich als Opferlamm" auserkorene Spieler mit achtbarer Leistung zum Gesamtergebnis beigetragen hatte. Nicht weniger eindrucksvoll war eine andere Episode: lm April 1932 gab István Abonyi, gescháftsführender Vorsitzender des Ungarischen Schachverbandes, selbst auch ein ausgezeichneter Schachspieler, Fernschachspieler und GroBmeister des Blitzschachs", eine Simultanvorstellung mit 120 Teilnehmern. Um 5 Uhr nachmittags setzte ich mich ans Schachbrett, harrte bis zum Morgen ohne Schlaf aus und trug schlieBlich den Sieg gegen den Meister davon. Dafür wurde ich mit einem Buch des sowjetischen GroBmeisters Romanowski: Die Grundprinzipien der Eröífnungstheorie" in ungarischer Übersetzung belohnt.