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VORWORT
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!innfiguren! Wer denkt bei diesem Wort nicht an die mehr oder weniger kunstvoll geformten und bemalten Miniaturen von Soldaten, Offizieren und Generalen zu Fuß oder zu Pferd aus unterschiedlichen Zeitperioden und verschiedenen Ländern?
Aber dieses Buch ist weniger der Reminiszenz an den heute bereits selten gewordenen, aus Metall gegossenen Spielzeugsoldaten gewidmet. Es will vielmehr davon berichten, daß die uralte Kunst des Gestaltens kleiner plastischer Figuren als eine spezifische Art der Wiedergabe der gesellschaftlichen Umwelt oder der Erinnerung an historische Geschehnisse in der Deutschen Demokratischen Republik zu neuem Leben erweckt und mit neuem Inhalt erfüllt worden ist.
Die Ursprünge der plastischen Zinnfiguren, und nur mit diesen haben wir uns beschäftigt, reichen weit in die Vergangenheit zurück. Sie sind dort zu suchen, wo der Mensch begann, naturgetreue verkleinerte Abbilder von sich und seiner unmittelbaren Umgebung zu schaffen. Im Verlauf der Jahrhunderte wandelten sich die Ausdrucksformen, die dargestellten Motive sowie der Verwendungszweck solcher Miniaturen. Dieser Prozeß wird im einführenden Textteil anhand ausgewählter Beispiele mihtärischer Zinnfiguren skizzenhaft umrissen, nahmen diese doch seit jeher eine Sonderstellung ein, da sie besonders geeignet sind, militärische und miHtärhistorische Kenntnisse zu vermitteln. Dabei steht die Entwicklung auf dem heutigen Territorium der Deutschen Demokratischen Republik im Mittelpunkt, ohne daß auf die notwendigen Bezüge zu anderen europäischen und außereuropäischen Staaten verzichtet wird. In den Bildteil wurden ausschließlich Figuren aus Museums- und Privatsammlungen der Deutschen Demokratischen Republik aufgenommen.
Die kulturhistorische Zinnfigur, die heute hergestellt wird, unterscheidet sich grundsätzlich von den bis in die erste Hälfte unseres Jahrhunderts hinein als Kinderspielzeug produ-