Bővebb ismertető
Dasnatübliche Gleichoewicht
Unüberwindbare Gegensätze?
Es ist jenes feine Spiel,
das den Emst verleugnet —
Jenes Spiel in sich selbst und in der Natur
Da, wo die Welt ohne Fragen
und das einfache Leben die Antwort -
wo das Handeln Gesetz
und das Erleben der Lohn ist
Das Pferd begleitet den Menschen seit Jahrtausenden. Das ist eine lange Zeit aus der Sicht des Menschen, doch eine sehr kurze aus der Sicht des Pferdes.
Zu kurz scheint diese Zeit als daß sich das Pferd dem Menschen wirklich hätte anpassen - seine Ursprünglichkeit seine Wildheit seinen ungestijmen Freiheitsdrang hätte aufgeben können.
Und zu kurz scheint diese Zeit, als daß die Menschen sich hätten einigen können auf den einen, den wirklich richtigen Umgang mit diesem Wesen. Nein - ganz im Gegenteil, die Fragen und Gegensätze, die sich um das Thema Pferd seit Menschengedenken ranken, sind bis heute genauso aktuell, werden heute wie damals genauso vehement gestellt, verteidigt und diskutiert.
Das Pferd kann sehr gut ohne den Menschen leben, der Mensch aber offensichtlich nicht ohne das Pferd. Heute ist es in vielen Teilen der Welt keine Überiebensgrundlage mehr, und dennoch steigt die Zahl der Menschen, die sich diesem Wesen zuwenden.
Doch wie stellt man es an?
Was alles haben wir Menschen nicht zu lösen, zu bewerkstelligen vermocht doch das Thema Reiten, eines der ursprünglichsten überhaupt, ist bis heute mit unendlich vielen Fragen verknüpft. Mehr noch! Wer den Versuch unternimmt, ein Pferd reiten zu wollen, wird bei genauer Betrachtung mit einer Vielzahl von scheinbaren und tatsächlichen Gegensätzen konfrontiert, die sich kaum miteinander verbinden lassen.
Das Thema dieses Buches hat eines dieser Paradoxa zum Inhalt - und andere werden auf den kommenden Seiten angesprochen und untersucht werden.
„Versammeltes Reiten am losen Zügel"-sind das nicht zwei Dinge, die sich konträr gegenüberstehen, die sich eigentlich überhaupt nicht zusammenbringen lassen?
Schießen einem da nicht Bilder durch den Kopf, von Reitern ganz unterschiedlicher Ausrichtungen? Von adrett gekleideten Dressurreitern, mit angenommenen Zügeln auf mehr oder weniger perfekt versammelten Pferden. Und dann wiederum von einer Schar wie auch immer exotisch gekleideter Menschen zu Pferde, die durch die Lande streifen, mit lässig gehaltenem, losem Zügel auf kaum oder gar nicht versammelten Pferden?
Menschen und Reitweisen, die sich konträr gegenüberstehen und in der Realität auch tatsächlich kaum Berührungspunkte haben - und die somit auch kaum dazu kommen, ihre so unterschiedlichen Standpunkte genauer kennenzulernen, genauer zu betrachten und gegebenenfalls zu verbinden?
Wie kommt es, daß sich die einzelnen „Parteien" so apodiktisch, so unnachgiebig auf ihre Attribute berufen? Liegt es womöglich daran, daß sie beide einen Teil der Wahrheit in ihren Händen halten - und bei allem eben nur diesen einen Teil erkennen wollen?