Bővebb ismertető
Wir hegen den Garten und der Garten hegt uns - aber was von wei- VORBEMERKUNGtem aussieht wie eine Idylle, ist in Wahrheit der verzweifelte Versuch,ein winziges Stück Erde aus dem groföen Krieg gegen die Natúr her-auszuhalten. Nicht die Flucht ins kleine Glück alsó, sondern: Wider-setzlichkeit, Partisanentum.Tag für Tag mahnt uns der Garten mit Düften, Farben und Gestalten daran, dafó die Erde mit immer noch zunehmender Geschwindigkeit der Habgier, der Machtsucht und der Dummheit zum Opfer falit, erinnert uns daran, daft wir für Autós, Pestizide und Raketen bezah-len müssen, in bar oder mit Leib und Leben, wáhrend das Wachsen im Garten uns geschenkt wird. Da erhebt sich blankes Entsetzen, kalte Wut - und vielleicht können die uns noch retten, wenn schon die offenkundigsten Einsichten, die fundiertesten Erkenntnisse, die stichhaltigsten Mahnungen nicht mehr in die Tat umgesetzt werden können, weil die Gemeinwesen durch Kommerz und Egoismus stranguliert sind.Nahezu alle Praktiken, die heutzutage als schlau und rentierlich gel-ten, sind Gegenbilder des gártnerischen Handelns. Nahezu alle gárt-nerischen Prinzipien lassen sich auf die brennenden Probleme der Welt anwenden. Und für nahezu alle Probleme der Welt gibt es Lösungen aus dem Geist des Gártners. Wer das zum Lachen findet, weifí nichts vom Garten.Vor drei Jahren lud Horst Stern mich ein, für seine Zeitschrift natúr eine monatliche Garten-Kolumne zu schreiben. Die Stücke der ersten beiden Jahresláufe sind in diesem Buch versammelt, hie und da nachgebessert und ergánzt. Horst Stern und Christian Schütze habe ich zu danken für die Ermunterung, meinen Gártner-Freunden Günter Diamant und Berthold Leendertz für vielfáltige Hilfe. Ulrich Dotzauer und Hartmut Schickert vom Verlag Klett-Cotta danke ich dafür, dafö sie mit so viel Zuneigung an diesem Buch gear-beitet habén.