Bővebb ismertető
VORWORT
B
eim Verfassen dieses Buclies sind wir als Autoren von versciiiedenen Voraussetzungen ausgegangen, die wir vorab erläutern möchten.
Wir setzen erstens voraus, daß die lileinbild-Spiegeireflexlüimera heute sovi^olil bei Amateuren als auch Berufsfotografen besonders verbreitet ist. Sie ist transportabel, in ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis unübertroffen und bietet eine so große Objeictivvielfalt, daß die meisten veröffentlichten Fotos damit entstehen. Wir haben daher alle Mittel- und Großformatlcameras bei unseren Betrachtungen außer acht gelassen. Deshalb beziehen sich auch unsere Gestaltungsdisloissionen auf das rechtecidge, vom lüeinbild erzeugte Format.
Zweitens setzen wir voraus, daß sich technische Informationen über Kamera, Objektive, Stative, Verschlußzeiten und Blenden aus zwei Quellen ableiten lassen: zum einen aus der eigenen Erfahrung und durch den Umgang mit den Kameras, zum anderen aus einigen guten Technikbüchern, da es hier speziell um Naturfotografie geht. Einige dieser Bücher sind in der Bibliographie im Anhang aufgelistet.
Die dritte Voraussetzung steht in Zusammenhang mit der zweiten. Wir wollten die Grundlagen der Gestalning
auf eine nichttechnische Weise diskutieren. Die Prinzipien guter Komposition leiten sich aus der Kunst ab und gelten deshalb weitgehend für alle grafischen iVIedien, von denen Fotografie nur eines ist. Diese Grundlagen sind allgemeingültig; obwohl sie hier anhand von Naturaufnahmen erörtert werden, gelten sie grundsätzlich auch für alle anderen fotografischen Themen wie Architektur, Stilleben, Menschen und Werbung.
Der Leser möge uns verzeihen, wenn wir das Pronomen »er« für »den« Fotografen und »die« Fotografin benutzen. Leider hat dafiir noch niemand ein Patentrezept gefunden. »Es« zu schreiben ist ebenso unglücklich. Jedes Jahr kommen auf dem Gebiet der Naturfotografie talentierte Frauen hinzu. Das ist erfrischend, und wir begrüßen diesen Trend. Viele Jahre lang vioirde der Beruf von Männern dominiert, wahrscheinlich wegen der physischen Erfordernisse, schwere Ausrüstungen tragen zu müssen. Wir möchten auf keinen Fall als sexistisch gelten, doch waren wir der Meinung, daß es eher nervig wäre, im Buch ständig von »er/sie« zu sprechen.
Schließlich hoffen war, daß jeder auf seine Weise von dem Buch profitiert, gleichgültig, ob der Leser Anfänger oder ambitionierter fiobbyfotograf ist.