Bővebb ismertető
vorwort
»Um einen Menschen zu töten, bedarf es keines Messers, sondern es genügt dazu beschriebenes oder bedrucktes Papier.« Mit dieser Feststellung wollten die Chinesen als die Erfinder des Papieres die große Verantwortung im Umgang mit diesem Material bekräftigen.
Kaum eine andere Verwendung des Papiers ist so geeignet zu beweisen, daß es bei uns Menschen liegt, ob Papier uns zum Segen oder Fluch gereicht, wie die als Papiergeld. Auf der einen Seite wurden durch die Ausgaben von Papiergeld und Banknoten in einer der wirtschaftlichen Entwicklung angemessenen Menge Kreditnot und Zahlungsmittelknappheit behoben und Handel und Industrie gefördert; doch verursachte auf der anderen Seite das gewaltige Anwachsen der Papiergeld- oder Notgeldmenge in der Inflationszeit Geldentwertung, Finanz- und Wirtschaftskatastrophen. Die vielen Geldscheinausgaben, die ihren vollen Wert behielten, wurden meist nach ihrer Einlösung vernichtet und verschwanden dann aus dem Gedächtnis der Menschen. Das in Inflationszeiten entstandene und dann wertlos gewordene Papiergeld überdauerte die Zeit, wurde, da nicht mehr einlösbar, verwahrt und erinnerte immer wieder an die Zeit der Geldentwertung. So ist es auch verständlich, daß man das Papiergeld schlechthin für ein Zahlungsmittel mit unrühmlicher Tradition hielt. So negativ also die Inflationszeiten das Urteil eines oberflächlichen Betrachters der Geschichte des Papiergeldes beeinflussen, so positiv wirken sich diese Beweise einer Geldentwertung auf die Möglichkeiten des Sammeins von Papiergeld aus. Oft mag die Hoffnung an eine spätere Einlösung mit dazu beigetragen haben, die alten Scheine aufzuheben. Später versuchte man dann die von vielen bestaunten Scheine zu komplettieren und so mögen die ersten Sammlungen entstanden sein, vielleicht schon in der Zeit der Fran-