Bővebb ismertető
MAN SCHREIBT UNS Hier hat der Loser das Wort! aitik der kritik Im Märzheft des Photo-Magazin'' kritisiert Herr Paul H. Roeder meine Vorträge über Hochempfindlichen Fihn oder Blitz?", über die Herr Günther Lensch im Januarheft kurz berichtet hatte. Bei dieser Kritik habe ich den Eindruck, daß es Herrn Roeder weniger darauf ankam, zu einer Frage sachlich Stellung zu neh-men, als vielmelur überhaupt einmal etwas zu schreiben. Man kann doch unmöglich einen Vortrag kritisieren, den man nicht gehört hat! "Wo gibt es denn so etwas? Der Vortrag dauert zwei Stunden, hat 15 Seiten Manuskript, und die Beweise für die Richtigkeit werden durch 120 Diapositive belegt. Der kurze Bericht von Herrn Lensch, der nur ein Bruchteil sein kann, genügt aber Herrn Roeder, um daraus eine Staatsaktion zu machen, die nebenbei nicht einmal den Tatsachen entspricht. Was hat die geschichtliche Entwicklung des Blitzes mit meinem Vortrag zu tun? Ich habe im Vortrag davon nichts erwähnt, obwohl mir bekannt ist, daß die ersten Blitzkontakte in Deutschland gebaut wurden. Was hat die Magnum-Gruppe mit meinem Vortrag zu tun? Wenn die Herrn der Magnum-Gruppe (deren Leistung ich zum Teil hoch anerkenne) nicht blitzen, weil es ihnen zu umständlich oder zu auffällig ist, so ist dies verständlich. Es ist auch verständlich, wenn sie Erfolg haben, weil sie es können und im richtigen Moment abzudrücken verstehen, sich dabei aber um technische Probleme nicht zu kümmern brauchen, weil für den Druck körnige oder unscharfe Bilder immer noch brauchbar sind. UnverständHch aber ist mir, wenn man diese Methode auch denen empfehlen will, die mit technisch einwandfreien Aufnahmen ihre Brötchen" verdienen müssen. Und dies ist immerhin die überlegende Mehrheit. Oder wollen Sie, Herr Roeder, daß alle Photographen für die Presse arbeiten? Das würden Sie sicher sehr bald bereuen, denn schon heute ist das Angebot riesengroß.Daß Herr Roeder wenig Fachzeitschriften liest und auch sonst nicht im Bilde ist, beweist, daß er ausgerechnet mir den Feinkorn-rummel in die Schuhe schiebt. Er hat anscheinend noch nie gehört, daß ich seit Jahren immer wieder betone, daß es keine Feinkornentwicklung gibt, sondern nur Entwickler, die mehr oder weniger die Empfindhchkeit ausnutzen. Ebenso hat Herr Roeder wohl noch nie gehört, warum man den Namen Neodin - dyn -fin ändern mußte. Oder glaubt Herr Roeder, daß man die damit verbundenen Geldausgaben nur zur Volksbelustigung geleistet hat? Wenn man nicht mehr weiter weiß, zitiert man gern die Worte großer Leute, aber nur solche, die einem gerade passen. Es gibt nämlich auch Ansichten, die besagen, daß die Eigenart der Photographie die Wiedergabe feinster Details sei. Doch um dieses zu erreichen, muß man etwas von der Photographie verstehen. Wenn Herr Roeder die Ausstellung der Magnum-Gruppe auf der photohina erwähnt, warum sagt er dann nichts über die Ausstellung von Dr. Erich Solomon? Wenn er nämlich diese beiden Ausstellungen richtig in sich aufgenommen hätte, würde er zugeben müssen, daß der Höchstempfindlichkeits-Rummel viel gefährlicher ist, als man allgemein annimmt. Er vernichtet bei vielen die letzte geistige Mitarbeit. Wenn ich also meine Vorträge unter dem Thema Höchstempfindlicher Film oder Blitz?" gestartet habe, war dies Absicht und kein Versehen. Daß ich dabei auch den höchstempfindlichen Film für bestimmte Themen zu seinem Rccht kommen ließ, erwähnte auch Herr Lensch und ist nur selbstverständlich.Wenn Herr Roeder dies nicht gelesen oder verstanden hat, ist es nicht meine Schuld. Es wäre auf jeden Fall richtiger gewesen, Herr Roeder hätte sich erst einmal den Vortrag angehört - und dann kritisiert.Willi Bcutler kippt der eiffelturm! Ich bin ein sehr von mir eingcno Jahren meiner Amateurpraxis, v Selbstzufriedenheit eines Spieße bliiten angelegt, die keineswegs t nmener Mcnsch und habe in den cnn ich es so nennen darf, in der s eine kleine Sammlung von Stil-rfunden sind. Der Name Stilblüten" mag nicht ganz zutreffen, sagt aber aus, daß diese Sprüche und Zitate ernst gemeint, aber nicht ernst zu nehmen sind. Alle stammen von überzeugten Amateuren, die mindestens drei 6/9-Filme im Jahr verknipsen. Das Origmellste, was ich je auf dem Gebiet des Bilderbctrach-tens" gesehen habe, war ein Album mit etwa lOOOKleinbild-Kon-taktabzügen. Man karm sich unschwer vorstellen, daß dieses Briefmarkenalbum" einem Manne gehörte, der mir auf meine verwunderte Frage antwortete: Kontaktabzüge sind billiger. So spare ich an jedem Bild 20Pfennig." Wenn man gemeinhin annimmt, Schwarzweiß-Photos und Farbphotos seien zwei selbständige Gebiete, auf denen unterschiedliche Voraussetzungen auch zu verschiedenen Gestaltungsmöghch-keiten führen, so ist diese Ansicht nicht allzu verbreitet. Dazu der logisch-einfache Ausspruch eines vernünftigen Menschen, weil er eben so elementar ist: Ich photographiere nur noch farbig!" Warum?" Weil die Bilder dann so schön bunt sind!" Ich behaupte, das Amüsanteste, was man an vielbesuchten Ausflugszielen geboten erhält, sind die Famiüen-Photographen. Folgende Szene soU das bekräftigen: