Bővebb ismertető
Schach-Aktiv 1/2004
Zum neuen Schachjahr
Kurt Jungwirth
Rückschau und Ausblick
Der ÖSB gratuliert Spielern und Spielerinnen und Vereinen In Österreich zu vielen Leistungen des Jahres 2003 im heimischen Betrieb und auf der internationalen Ebene. Wir danken allen Organisatoren und Funktionären für ihr hilfreiches Wirken. Hervorstechende Ereignisse waren die Computer-WIVI in Graz mit 70.000 täglichen Zugriffen im Internet, das imponierende Open im Wiener Rathaus, das große 25. Ober-warter Open, die EU-Jugendmeister-schaften und das 10. Karl-Wagner Open in Graz, die Staatsmeisterschaften in Hartberg und die breite Serie der offenen Turniere, ein IVIarkenzeichen des österreichischen Schachs.
Wir gratulieren zu herausragenden Leistungen: Großmeisterin Eva Moser errang bei der ElVI im Plovdiv die Bronzemedaille auf Brett 1, ein großartiger Erfolg für eine »Westlerin«. Zu Jahresende schaffte sie in Aschach noch ihr Jahresziel. Sie wurde in der allgemeinen Klasse Internationaler IVleister! Niki Stanec hat seine Erfolgsserie mit dem GM-Titel gekrönt. Auch im Fernschach hat sich Österreich durch Wolfgang Zu-grav einen weiteren Großmeister zugelegt. In der jungen Generation geben IVIarkus Ragger und Anna Christina Ko-pinits Aniass zu besten Hoffnungen. Christian Donninger bewies mit seinem »Brutus«, dass er zu den Großen Vier des Computer-Weltschachs gehört.
Wir haben für finanzielle Unterstützungen zu danken; privaten Sponsoren und öffentlichen Stellen. Auf der Ebene des Bundes sind das die Ministerien für Generationen und für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie das Staatssekretariat für Sport. Was Sport betrifft, hat die Bundessportorganisation den
Begriff »Denksport« in ihre Statuten aufgenommen und damit das letzte formale Hindernis für die Aufnahme des ÖSB als ordentliches Mitglied in der Generalversammlung im November 2004 aus dem Weg geräumt. Der erfolgreiche erste Kurs für staatlich geprüfte Lehrwarte für Schach (B-Trainer) und auch unsere Präsenz beim Tag des Sports in Wien waren wichtige Schritte.
Nachdem der ÖSB seine Beiträge sechs Jahre lang trotz ungebrochener Aktivität nicht erhöhen musste, weil er enorm sparsam wirtschaftet, wird dieses Jahr eine Erhöhung notwendig sein.
Wer um Geld für Schach kämpft, der weiß, dass ohne Öffentlichkeit nichts geht. Der ÖSB hat daher einen neuen starken Schwerpunkt für Marketing gesetzt. Die hohe Qualität unserer Homepage ist dafür sichtbares Zeichen. Unbedingt ausgebaut müssen jetzt Schachmeldungen in Printmedien, Rundfunk und Fernsehen werden. Die verstärkte Tätigkeit und Zusammenarbeit unserer Medienreferenten in den Bundesländern muß unser nächstes Ziel sein. Der Abo-Preis von Schach-Aktiv bleibt unverändert.
Im Hintergrund unserer Schachszene wirkt die FIDE nicht erfreulich. Sie ist mit ihren WM-Plänen wiederum gescheitert. Ein Glück, dass wenigstens die Europäische Schachunion funktioniert. Sie hat sich seit ihrer Gründung 1985 in Graz gut entwickelt. Die Mitwirkung von Werner Stubenvoll - zugleich Vorsitzender der Technischen Kommission der FIDE - ist für Österreich wertvoll.
Der ÖSB wünscht der großen österreichischen Schachfamilie ein glückliches Jahr 2004!