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Schach-Aktiv 1/2005
Zum Schachiahr 2005
An alle österreichischen Schachfreunde !
Ein neues Jahr hat begonnen. Im Namen des Österreichischen Schachbundes grüße ich alle Leser und Leserinnen von Schach-Aktiv und wünsche allen Schachbegeisterten ein glückliches Jahr 2005.
Dieses Jahr bringt für uns die große Neuerung, dass wir nach langen Kämpfen als Mitglied der Bundessportorganisation in die österreichische Sportfamilie aufgenommen worden sind. Das bedeutet neue Chancen für Schach. Wir werden im ersten Jahr einen Lernpro-zess durchmachen, denn die Spielregeln der Sportorganisation mit ihren 55 Fachverbänden sind umfangreich und genau. Besonders wo es um finanzielle Unterstützung geht, herrscht präzise Ordnung. Ohne korrekte Abrechnung mit Belegen keine Auszahlung. Schlamperei macht sich nicht bezahlt.
Zukünftige Förderungen werden auch von unseren Statistiken abhängen. Die haben wir, sie sind transparent. Es wäre ein schwerer Irrtum zu glauben, der Schachbund habe jetzt genug Geld, er brauche keine l^itglieder mehr, melden wir also so viel Spieler ab wie nur möglich. Genau das Gegenteil ist richtig. Je besser unsere Mitgliederzahlen, umso besser werden wir bei Quoten von Förderungen abschneiden. Wir brauchen alle, die breite Basis und die Spitze.
Apropos Spitze. Die BSO ist sichtlich an der Förderung von Leistungssport interessiert. Der ÖSB weiß, wie anspruchsvoll es ist, in der heutigen internationalen Konkurrenz im Schach Leistungssport zu vedangen, noch dazu in einer wohlstandsgeschädigen Gesellschaft. »Man verfällt heute leichter in
Trägheit«, sagte kürzlich der unverdächtige Hans Krankt beim Gespräch über seine österreichischen Fußballer. Wer aber bereit ist, seine Trägheit im Schachsport zu überwinden, wird unser besonderes Interesse finden.
Ein kurzer Rückblick auf 2004. Der Spielbetrieb war in Österreich in Ordnung, sowohl die offiziellen wie inoffizielle Wettkämpfe. Allen Organisatoren und Sponsoren sei herzlich gedankt. In Hartberg gab es eine Rekord- Staatsmeisterschaft, die Jugendmeisterschaften der Europäischen Union in Mureck-eine Veranstaltung des Steirischen Landesjugendreferates - waren ein großer Erfolg.
Eva Moser hat bei der Schacholympiade ihre selbst auferlegte schwere Prüfung mit Anstand bestanden. Der achte Platz von Markus Ragger bei der Ju-gend-Weltmeisterschaft war ein Riesenerfolg, ebenso sein erster Platz bei der EU-Meisterschaft. Herwig Pilaj ist unser neuer Internationaler Meister. Wir haben uns mit Tunc Hamarat, unserem 1972 nach Österreich zugewanderten Fernschachweltmeister aus der Türkei, kräftig mitgefreut. Christian Donninger gehört mit seinem Programm Hydra weiterhin zur Weltelite der Computermeister Dass Heinz Herzog mit seinem Swiss-Manager an der Weltspitze der Turnierprogrammierer steht, darf Österreich mit Stolz erfüllen.
Vom 20. - 29. Mai findet in Steinbrunn, unweit Wiener Neustadt, der Mitropacup 2005 statt, ein echtes Großereignis. Die Hauptlast der Finanzierung tragen das Staatssekretariat für Sport und das Land Burgenland.
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