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Seit nunmelir fast 25Jaliren organisiert die Fernscliacliliommission des DSV der DDR die versclliedensten nationalen Turniere und vermittelt Interessierten Spielern den Zugang zum internationalen Turnierbetrieb. Fern-sdiadi hat heute Tausende Freunde, und immer neue kommen dazu. Die Beliebtheit ist wegen der großen Turnierauswahlmöglichkeiten ständig gewachsen. So werden neben den Aufstiegs- und Qualifikationsturnieren lautend Thematurniere und turnusmäßig Mannschafts- und Einzelpokalturniere gestartet. Neben den schon traditionsgemäßen Meisterschaften der Männer, Frauen und Jugendlichen beginnt in diesem Jahr die erste DDR-Mannschaftsmeisterschaft. Freundschaftliche Bande verknüpfen uiis mit vielen ausländischen Schachverbänden, deren Ausdruck sich in den stattfindenden Länderkämpfen zeigt. Unsere Besten vertreten das DDR-Fernschach in den Titelkämpfen der Welt-und Europameisterschaften oder spielen in internationalen Elnladungsturnieren. Das Jahr 1979 brachte im DDR-Fernschach ein Meldehoch. Die 11. DDR-Fernschachmeisterschaft hatte mit 99 Meldungen ein Rekordergebnis. Ebenfalls Rekord bedeuteten die 726 Meldungen zum 7. DDR-Pokalturnier. Insgesamt, und das ist sehr erfreulich, fanden 687 neue Sportfreunde den Weg zum Fernschach. Welche Ursachen und Gründe gibt es dafür? Die Begründungen sind sehr vielgestaltig. So wollen viele Sportfreunde — besonders Jugendliche — ihre theoretischen Kenntnisse welter verbessern; aktive Nahschachspieler erproben neue Varianten; Sportfreunde, die sich nicht aktiv betätigen können, aber auch viele Frauen und Rentner sind unter uns zu finden und machen keine schlechten Züge. Sportliche Betätigung für die einen, sportlicher Ehrgeiz für die anderen, das ist Fernschach in Aktion. Was Hobby oder Freizeitgestaltung für den einen, das bedeutet Kampf um jeden halben Punkt für den anderen. So sehen wir als Kommission unsere Aufgabe darin, vielen Sportfreunden einen ordnungsgemäßen Spielbetrieb zu ermöglichen. Fernschach, das heißt Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner, das heißt warten auf den nächsten Zug, das heißt, was wird mein Gegner tun, wie wird er auf meinen Zug reagieren. Hier sehen fast alle den Reiz und die Faszination dieser Sportart, deren Freunde immer mehr werden.
Fernschach, das bedeutet aber auch Kontakte zu vielen Sportfreunden in aller Welt. Auf vielen Karten berichten wir über den erfolgreichen Aufbau unserer sozialistischen Heimat. Damit das auch in Zukunft möglich sein wird, unterstützen die Fernscha«hspieler alle Bemühungen zur Erhaltung des Friedens.
Hans Rabold
GroBmeister Lothor Vogt;
Sowjetische GroBmeister meine guten Freunde
In wenigen Tagen feiern alle Bürger der Deutschen Demokratischen Republik den 35. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus. Ein denkwürdiges Datum in Anbetracht der Tatsache, daß derzeit wieder von führenden NATO-Kreisen, insbesondere dem USA-Imperialismus, kräftig mit dem Sä'bel gerasselt wird.
Während der Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag unserer Republik gab der Generalsekretär der KPdSU, Genosse Leonid Breshnew, ganz konkrete neue Vorschläge zur Sicherung des Weltfriedens und zum Wohle der Menschheit bekannt. Aber wie fast immer, fanden diese keinen Widerhall bei den Imperialisten. Jeder von uns wird sich am 8. Mai seine Gedanken machen. Wie würde es heute bei uns ausschauen phne die selbstlose, stetige Hilfe der Sowjetunion! Ich kenne die Zeiten des schweren Neubeginns nur aus Erzählungen und den Geschichtsbüchern, und ich möchte hier nur einige Gedanken und kurze Erlebnisse wiedergeben, die ich auf meinem schachlichen Weg mit sowjetischen Freunden hatte.
Meine erste Bekanntschaft mit sowjetischen Schachmeistern war im Jahre 1968, zugleich eine meiner interessantesten Reisen. Ich wurde nach meinem guten Ergebnis bei der DDR-Meisterschaft in Weimar für die Ländermannschaft nominiert, die in Minsk den traditionellen Wettkampf gegen die Belorussische SSR bestritt. Es war beeindruckend für mich, auf einer Bühne und vor zahlreichem Publikum zu spielen. Nach meinen Partien merkte ich bei der Analyse mit meinen Gegnern, wieviel man von den Meistern der führenden Schachnation lernen kann. Damals entstand der Wunsch, so oft wie nur möglich in der Sowjetunion zu spielen. Direkt von Minsk fuhren Großmeister Pietzsch und ich nach Moskau, wo die Leipziger einen Klubkampf mit der Mannschift der Lomonossow-Universität bestritten. Ich war das erste Mal in Moskau und versuchte natürlich, so viel wie nur möglich von den Schönheiten mitzubekommen. Erst in Moskau erfuhr ich, daß wir noch nach Nowosibirs.k fliegen. Ich hatte schon etliches über Akadem-gorodok gehört und lernte es plötzlich selbst kennen. Sollte ich ein in kurzen Worten gehaltenes Fazit über diese zweieinhalb Wochen abgeben, würde dies folgendermaßen lauten: äußerst herzliche Aufnahme, sehr erlebnis-und lehrreich, insgesamt beeindruckend! Ein Jahr später konnte ich bei der Juniorenweltmeisterschaft in Stockholm den beginnenden Siegeszug von Anatoli Karpow miterleben, und mir war klar, wo die Kraft seines
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