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Am ersten Märzsonntag stand Moskau noch ganz im Zeichen des XXVI. Parteitages der KPdSU, als die Schaclisportler zu Ehren dieses bedeutungsvollen Ereignisses zu einem einmaligen Wettkampf antraten. Besonders die Nachwuchsspieler der sowjetischen Hauptstadt und des Moskauer Gebiets werden diesen Sonntag noch lange in Erinnerung behalten. 40 bekannte und erfahrene sowjetische Großmeister und Meister, mit den Weltmeistern Maja Tsdiiburdanidse und Anatoli Karpow an der Spitze, spielten in Simultanveranstaltungen gegen 1000 Jungen und Mäddien. Eine wahrhaft imposante Demonstration det breiten Entwicklung des Schachsports in det Sowjetunion, zugleich eine reizvolle, wenn audi nicht leidite Prüfung für den Nadi-wuchs. Die von beiden Weltmeistern erzielten Ergebnisse unterstreichen das: Maja, die an 25 Brettern gegen Mädchen spielte, verlor keine einzige Partie, beendete vier unentschieden und siegte 21mal. 15 Siege und vier Remis konnte Karpow für sich verbuchen, doch in einer Partie mußte er sich geschlagen geben -gegen den 13jährigen Slawa Syssojew. Seit sechs Jahre spielt er Schadi, besitzt bereits Klasse 1. Was schätzt du am meisten beim Schach?" fragte man den glücklichen Steger. Die Schönheit des Spiels." - Und was ist dein Zukunftstraum?" Schachweltmeister zu werden." Ob aus diesem Traum Wirklichkeit wird?Die 1000-Bretter-Simultanveranstaltung war die Krönung des doppelrundigen Turniers von vier Auswahlmannschaften. Hier hat sich auch die Juniorenauswahl der Sowjetunion bravourös geschlagen. Mit 23V2 Punkten belegte sie hinter der ersten Landesauswahl (28V2) den zweiten Platz vor der Seniorenauswahl (23) und der zweiten Landesauswahl (21).Diese beiden großartigen Veranstaltungen stimmen überein mit dem, was Genosse Leonid Breshnew in seiner richtungweisenden Rede auf dem Parteitag über die Entwicklung der sowjetischen Sportbewegung sagte und von ihr forderte: Die Sorge um die Gesundheit der Menschen ist von der Entwicklung von Körperkultur und Sport nicht zu trennen. Die Olympiade in Moskau hat an-sdiaulidi die bemerkenswerten Leistungen der sowjetischen Sportler gezeigt. Doch uns haben stets nicht nur die Höchstleistungen, sondern vor allem die Massenbasis von Körperkultur und Sport interessiert. Die diesbezüglichen Erfolge sind offensichtlich, doch trotz allem bleibt für die meisten Menschen der Sport vorläufig nur eine Sache, der man zusieht. Die Körperkultur muß Einzug halten in das tägliche Leben breiter Schichten der Bevölkerung und vor allem der Kinder."Hermann HupperzSektion Schach, Traktor Mockrehna:Erstaunlicher Zulauf in einer LandgemeindeEs war im Januar 1980, als unsere Redaktion einen Brief aus Mockrehna, Kreis Eilenburg (Bezirk Leipzig), erhielt. Absender war Sportfreund Gerd Kirste, und er bat um Rätschläge für die Gründung einer Schachsektion in dieser Landgemeinde, fragte nach dem Regelwerk, wo man die Ausrüstungen (Spiele, Uhren) erhält. Wir empfahlen damals, Verbindung mit dem BFA und dem zuständigen KFA aufzunehmen und sich wegen des Materials an das FHO-Schachzentrum zu wenden. Alle haben das Vorhaben des Sportfreundes Kirste tatkräftig unterstützt und natürlich ebenfalls die BSG Traktor Mockrehna und der Trägerbetrieb, der VEB KIM. Im Maiheft 1980 von SCHACH konnte man dann lesen: Am 21. März wurde unsere Schachsektion gegründet. Ihr gehören als erstes 10 Sportfreunde an. Sektionsleiter ist Gerd Kirste."Nach einem Jahr wollten wir gern wissen, was aus dieser jungen Sektion geworden ist, und ich besuchte Mockrehna (auch um Simultan zu spielen) und wurde sehr, sehr herzlich empfangen. Der Veranstaltung wohnten der DTSB-Kreisvorsitzende Manfred Schlöbe und sein Stellvertreter, der KFA-Vorsitzende Roland Ullrich, der BSG-Leiter Jürgen Richter und der Betriebsdirektor bei. Hinterher kam es zu einem Forum, man stellte mir Fragen und ich fragte. Zunächst den Sektionsleiter Gerd Kirste, 35 Jahre alt, Mitarbeiter des Technischen Wach- und Kontrolldienstes im VEB KIM: Was brachte Sie auf die Idee, eine Schachsektion zu gründen?" Ich hatte erst eineinhalb Jahre zuvor das Schach erlernt und sofort Gefallen daran gefunden. Als ich die mir angetragene Funktion eines Trainers im Jugendfußball aus gesundheitlichen Gründen nicht übernehmen konnte, unterbreitete ich den Gegenvorschlag, Schach in Mockrehna einzuführen."Man warb zunächst Erwachsene, nahm Kontakt zu der Schulschach-AG der örtlichen Georg-Schumann-Oberschule auf, machte das Schach populär durch ein öffentliches Simultan am 1. Mai. Heute nach einem Jahr -zählt die Sektion 38 Mitglieder, davon 14 Erwachsene, 11 Jugendliche und 13 Kinder, spielt mit, einer Männer- und zwei Schülermannschaften in der Kreisklasse Eilenburg/147