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Dr. Joachim Petzold - Schach März 1979 [antikvár]
 
m ^IHEMK Scbachipieler gelten ganz allgemein als ein kluges Völkdien! Nicht zu Unrecht. Kiebitzt man bei einer Schnellpartie mit Zeitkontrolle, so werden von den Partnern oft Aphorismen produziert, die einem Lichtenberg gar nicht schlecht zu Gesicht stünden. Das verwundert nicht. Wladimir Iljitsch Lenin hat das Schachspiel als „Gymnastik des Geistes" gepriesen und seine weite Verbreitung gefordert. In diesem Sinne will die neugegrfindete Kommission „Kultur und Bildung" Im Deutschen Schachverband der DDR ihre künftige Arbelt...
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m ^IHEMK Scbachipieler gelten ganz allgemein als ein kluges Völkdien! Nicht zu Unrecht. Kiebitzt man bei einer Schnellpartie mit Zeitkontrolle, so werden von den Partnern oft Aphorismen produziert, die einem Lichtenberg gar nicht schlecht zu Gesicht stünden. Das verwundert nicht. Wladimir Iljitsch Lenin hat das Schachspiel als „Gymnastik des Geistes" gepriesen und seine weite Verbreitung gefordert. In diesem Sinne will die neugegrfindete Kommission „Kultur und Bildung" Im Deutschen Schachverband der DDR ihre künftige Arbelt gestalten. Da die gegenwärtigen Ereignisse letzlidi nur aus der Geschichte heraus zu verstehen sind und wir gerade im Schachsport auf fort-sdirittliche Traditionen verweisen können, kommt es uns vor allem darauf an, unsere jungen Spieler mit der Geschichte des DDR-Schachsportes, mit den Traditionen des deutschen Arbeiterschachs und selbstverständlich mit der wegweisenden sowjetischen Schachschule vertraut zu machen. Daher appellieren wir an die Veteranen und die Aktivisten der ersten Stunde, anläßlich des 30. Jahrestages der DDR der Jugend in den Schachsektionen ihre reichen Erfahrungen zu vermitteln, um so auf ganz persönliche Art und Weise zur Pflege des Geschichtsbewußtseins beizutragen. Außerdem wird die Kommission zu sportlichen Höhepunkten wie den DDR-Meisterschaften der Männer und Frauen in Suhl und beim „Schachfestival DDR 30" in Berlin zu Verträgen und Foren aktueller sportpolitischer Thematik einladen. Ober die persönlichkeitsbildenden Merkmale des Schachspiels hat bereits der große Dr. Emanuel Lasker nachgedacht und noch heute Gültiges formuliert. Unsere Kommission möchte den Wert des Schachspiels für die Formung sozialistischer Persönlichkeiten sichtbar machen und dazu beitragen, das zu erreichen, was Schach In der Sowjetunion schon lange ist - Volkssport. Um das zu bewerkstelligen, ist für unsere neue Kommission die Zusammenarbeit mit den Bezirksfachausschüssen, mit den anderen Fachkommissionen sowie mit den Altvorderen des DDR-Schachs notwendig. Treffend hat Günter Karau formuliert: „Die Geschichte des DDR-Sports ist auch von den Schachspielern und ihrem Verband kräftig mitgeschrieben worden." Das unseren jungen Schachspielern zum Bewußtsein zu bringen und die gesellschaftlichen Ursachen kenntlich zu machen, ist eine der Hauptaufgaben der Kommission. Dr. Lothar Kleine Vorsitzender der Kommission Kultur und Bildung Das Rathenower Schach im 30. Jahr unserer Republik Man muß schon bis in das Jahr 1911 zurückblättern, um auf die Anfänge eines organisierten Schachlebens in der Brillenstadt an der Havel zu stoßen. Mittels einer Annonce im Lokalblättchen kam es zur Gründung der „Rathenower Schachgesellschaft von 1911". Dieser Verein kleinbürgerlicher Prägung fand im Arbeiterschachverein, gegründet 1918, einen gesellschaftlich bedingten Widerpart. Überwogen in der „Schachgesellschaft" als Mitglieder kleine Geschäftsleute bzw. Vertreter einer in der Rathenower optischen Industrie besonders starken Arbeiteraristokratie, so trafen sich im Arbeiterschachverein politisch engagierte Mitglieder der Arbeiterklasse, die ihren Sport in typischen Arbeiterlokalen und später dann im Gewerkschaftshaus ausübten. Regelmäßige Fuß- und Radwanderungen mit den Familienangehörigen sowie Badetouren in die wasserreiche Umgebung standen ebenso im Terminkalender wie Übungsabende und Städtevergleiche sowie Werbeveranstaltungen bei zentralen Sportfesten. Allerdings gab es keinen Spielbetrieb mit der „Schachgesellschaft". Der faschistische Ungeist machte auch vor dem Arbeitersport keinen Halt, so daß es zur Auflösung des Rathenower Arbeiterschachvereins kam. Der Nachkriegsbeginn war auch in Rathenow schwer. Erst allmählich fanden sich Gleichgesinnte zu ihrem gemeinsamen Hobby, das sie dann mit Beginn der fünfziger Jahre als Sektion Schach der BSG Einheit Rathenow betont wettkampfmäßig fortsetzten. In diesen Jahren waren es die Sportfreunde Konrad Malcher, Willi Köhler und Walter Dietze, die das Niveau des Rathenower Schachs bestimmten. Einen geachteten Platz unter den Problemkomponisten erkämpfte sich Albert Hegermann, der viele nationale und internationale Auszeichnungen erhielt. Er war es auch, der als einer der ersten seine reichen Erfahrungen an die Kinder und Jugendlichen weitergab und damit den Grundstein für eine sehr erfolgreiche Nachwuchsarbeit legte. Seit Mitte der 60er Jahre ist dieser Trend zu einem wichtigen Grundzug der Sportarbeit in der Sektion Schach geworden, wofür besonders die Leitungsmitglieder Willi Bohlert und Herbert Conradt verantwortlich zeichnen. Mit 103 organisierten Sportfreunden Ende 1978 erreichte die Rathenower Sektion einen noch nie gekannten Aufschwung, darunter etwa 80 Prozent Kinder und Jugendliche. Eine bedeutende Rolle spielt im Nachwuchsbereich das Schulschach, das der Sektion immer wieder neue Talente zuführt. So unterstützen seit einigen 99

Termékadatok

Cím: Schach März 1979 [antikvár]
Szerző: Dr. Joachim Petzold , Dr. Lothar Kleine Reinhart Fuchs
Kiadó: Sportverlag
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 170 mm x 230 mm
Dr. Joachim Petzold művei
Dr. Lothar Kleine művei
Reinhart Fuchs művei
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