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Die Sage berichtet aus alten Zeiten von einem Jäger, der, durch Wald und Flur streitend, auf zwei Eremiten trifft, die im Schachspiel versunken sind. Er verharrt, schaut ihnen, selbst alles vergessend. Ober die Schulter. Als er nach Beendigung der Partie endlich die Jagd wiederaufnehmen will, versagt ihm sein Speer den Dienst - der hat inzwischen Wurzeln und Zweige getrieben. Nur eine Sage? Auch heute noch trifft man auf Außenstehende, die mit dem Schachspiel die Vorstellung von einer selbst- und weltvergessenen Bruderschaft verbinden, deren Anhänger nichts anderes in ihren Köpfen haben, als ein ebenso mystisches wie abstraktes Geplänkel mit kleinen Holzpüppchen.
Nun — die wahren Schachspieler wissen es anders oder besser. Sie stehen genauso im realen Leben und in der gesellschaftlichen Verantwortung wie jeder andere Bürger in unserem Staat. Und unser Schachverband ist alles andere als eine weltflttchtende Bruderschaft. Er weiß um seine sportpolitische Funktion, die In allererster Linie darin besteht, mit der weiteren Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft Schritt zu halten und sich auf die wachsenden kulturellen Bedürfnisse der Werktätigen, vor allem auch der Jugend, mit seinem höheren Niveau des Wettkampfbetriebes und der volkssportlichen Aktivitäten richtig einzustellen. Der Wettbewerbsgedanke und das Leistungsstreben sind dabei mit allen Mitteln zu fördern.
Diesen Zielen folgte das Präsidium des DSV, als es auf seiner Septembertagung die Kriterien beschloß, die für den neuen Titel „Vorbildliehe Sektion des Deutschen Schachverbandes der DDR" maßgeblich sind. Sie können auf der Seite 484 dieses Heftes nachgelesen werden. Die Ansprüche sind wahrhaftig nicht gering. Das drückt sich auch darin aus, daß auf Vorschlag der BFA alljährlich nur zehn der besten Sektionen mit dem Titel ausgezeichnet werden sollen. Die Bedingungen zielen auf ein ideenreiches und wirkungsvolles Sektionsleben in voller Breite — von der Mitgliederwerbung bis zu Eigenleistungen in der Volkswirtschaftlichen Masseninitiative vom Sektionsturnier bis zum Sportabzeichen, vom Volkssportturnier bis zur Lehrlingsbetreuung.
Die Ausschreibung ist ein Aufruf zum Handeln. Aufgerufen sind alle Mitglieder. Wir Schachsportler wollen uns damit einreihen in die „Sportstafette X. Parteitag", mit der neue Aktivitäten zur weiteren Ausprägung des Massencharakters von Körperkultur und Sport ausgelöst werden.
Günter Karau
Tagung des Präsidiums des DSV der DDR
Um Titel „Vorbildliche Sektion"
Das Präsidium des Deutschen Schachverbandes der DDR führte am 20. September in Ber-hn seine zweite diesjährige Tagung durch. Generalsekretär Egon Dieckmann informierte einleitend über die Verbandsentwicklung, die Tätigkeit des Büros des DSV der DDR und über Beschlüsse des DTSB der DDR. Die Organisationsstatistik des DTSB für das 1. Halbjahr 1980 weist aus, daß in unserem Verband ein Zuwachs von 1 011 Mitgliedern und 35 Sektionen zu verzeichnen ist. Damit waren am 30. Juni 1980 38 842 Schachsportler in 1 304 Sektionen organisiert. Die Entwicklung in den einzelnen Bezirken ist unterschiedlich. Den größten Zuwachs hatte der BFA Halle mit 261 neuen Mitgliedern vor BFA Leipzig 137 und BFA Potsdam 107. Die Zielstellung des Jahressportplanes, 30 Sektionen zu bilden, wurde schon im ersten Halbjahr erreicht. An der Spitze liegt der BFA Halle mit 6 neuen Sektionen vor dem BFA Suhl 5 sowie Leipzig, Potsdam, Erfurt und Gera je 4. Jetzt gilt es, besonders die Wahlbewegung zu nutzen, um durch vielfältige Initiativen und zusätzliche Aktivitäten am Wettbewerb des DTSB der DDR „Sportstafette X. Parteitag" teilzunehmen und den Jahressportplan überzuerfül-len.
Das Büro des Präsidiums — so berichtete der Generalsekretär — behandelte u. a. folgende Schwerpunkte: Vorbereitung der XXX. Jubi-läums-DDR-Meisterschaften der Männer und Frauen Februar 1981 in Fürstenwalde, Vorbereitung internationaler Turniere im II. Halbjahr 1980, Klassifizierungsordnung des DSV der DDR. E. Dieckmann informierte über die DTSB-Beschlüsse „Rolle, Verantwortung und Aufgaben des Deutschen Tischtennis-Verbandes der DDR, seines Präsidiums und der Bezirks-, Stadt-, Kreis- und Stadtbezirksfachausschüsse" und „Sportklassifizierung des DTSB der DDR und seiner Sportverbände".
Über die Arbeit der Pressekommission berichtete ausführlich der Vorsitzende der Kommission Günter Karau. Die Grundsatzposition sind die Verbandsbeschlüsse, die die Kommission durchsetzen hilft. Jede veröffentlichte Schachpartie, jedes Schachproblem sind Anleitung zum Handeln, zum aktiven Mitmachen. Schachecken in Zeitungen können also durchaus den Anstoß geben, Mitglied im DSV der DDR zu werden. G. Karau konnte darauf verweisen, daß fast alle zentral in Berlin erscheinenden Presseorgane und auch die meisten SED-Bezirkszeitungen regelmäßige Schachrubriken haben. Im Fernsehen jedoch ist das Schach noch unterrepräsentiert. Die
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