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Wir Schachsportler zum 30. Jahrestag
Begehen Freunde oder Verwandte einmal im Jahr ihren Geburtstag, dann ist das in der Regel ein willkommener Anlaß, gute Wünsche, Aufmerksamkeiten und Geschenke zu überbringen. Es wird gefeiert, und rundum ist Freude und Fröhlichkeit.
Nicht anders ist es mit dem Geburtstag unseres sozialistischen Staates, der noch dazu ein runder ist. Natürlich gibt es aber für diesen Geburtstag einige Besonderheiten. Der Kreis der Feiernden ist riesengroß. Mehr als 17 Millionenn Bürger der DDR und viele andere Gäste sind dabei. Und noch etwas Besonderes gehört zu dieser Geburtstagsfeier: Die Geburtstagsgäste sind zugleich die Geburtstagskinder, denn unsere sozialistische DDR - das sind wir alle. Der Geburtstagstisch der 30jährigen DDR ist so gut gedeckt, wie wir durch unsere Leistungen dazu beigetragen haben. Auf diesen Jahrestag haben sich alle Bürger und natürlich auch die Sportler unter ihnen schon lange vorbereitet. Die Mitglieder unseres Schachverbandes haben große Anstrengungen unternommen — jeder an seinem Platz -, einen persönlichen Beitrag zur Entwicklung und Stärkung der DDR zu leisten.
Tausende Schachsportler stehen ihren Mann in der sozialistischen Produktion und tragen große Verantwortung in vielen Bereichen unseres politischen und gesellschaftlichen Lebens, erbringen hohe Leistungen in wissenschaftlichen Berufen, als Pädagogen und als Studierende. Unser jüngster Schachnachwuchs bereitet uns viel Freude und zählt zu den leistungsstärksten Kindern in den Schulen. Die auf unserem VI. Verbandstag beschlossene Aufgabe, „Schach zum Volkssport zu entwik-keln", ist bei uns zu einem objektiven Erfordernis geworden. Deshalb steht diese Aufgabe auch für längere Zeit im Mittelpunkt der Anstrengungen unserer Sektionen und der Fachausschüsse in den Kreisen und Bezirken. Dort, wo es Leitungskollektive schon verstanden haben, gemeinsam mit den Sportlern Aktivitäten verschiedenster Art zu entfalten, wurde dem Anliegen des 30. Jahrestages der DDR richtig entsprochen. Dort, wo die Mitgliederzahl in den Schachsektionen gewachsen ist und wo neue Sektionen entstanden sind, wurde unsere sozialistische Sportorganisation gestärkt und eine gute Tat zum 30. Geburtstag der DDR vollbracht.
Unsere Schachsportler bringen durch hohe sportliche Leistungen ihre Verbundenheit zu
unserem 30 Jahre jungen sozialistischen Staat zum Ausdruck, denn das Leistungsstreben gehört zum Wesen der sozialistischen GeselK Schaft. Ob im Beruf, im Studium oder in der Schule, bei uns ist jeder Mensch aufgefordert, durch persönliche schöpferische Leistungen der gesellschaftlichen Entwicklung dienlich zu sein. So zum Beispiel setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, daß schachspielende Kinder den Anforderungen des Lernprozesses in der Sdiule ohne Schwierigkeiten folgen können. Beim Schach wird das Denken „spielend" entwickelt und gelernt. Durch Freude am Denken stellen sich Lernerfolge schneller und leichter ein. Persönliches Bedürfnis und gesellsdiaftliche Pflicht vereinen sich zu nützlicher Synthese und bringen neue geistig-schöpferische Potenzen hervor.
In der 30jährigen Geschichte unseres sozialistischen Staates ist auch der Schat^hsport zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens unseres Volkes gewoiden. Darüber gab die in dieser Ausgabe zu Ende gehende Fortsetzungsserie über 30 Jahre DDR-Schach einen ausgezeichneten Überblick. Unsere leistungsstärksten Sportler haben auch in den international^ Turnieren der letzten Monate ihr Können "bewiesen und viele vordere Plazierungen erzielt. Eine Nachwuchsauswahl bis zu 26 Jahren gewann im Juli 1979 den alljährlichen Ländervergleich gegen die gleichaltrigen CSSR-Sportler, und Ende diesen Monats findet in Zinnowitz der Nachwuchs-Wettkampf DDR-Polen das Interesse der schachinteressierten Öffentlichkeit. Unsere jungen entwicklungsfähigen Schachsportler nehmen sehr gern hohe physische und psychische Belastungen harter Schadiwettkämpfe auf sich. Das gesunde und natürliche Leistungsstreben gehört wie im Sport überhaupt, so natürlich auch im Sdiadisport, bei uns zur sozialistischen Erlebniswelt. Wo auch immer im Sozialismus eine Sache angepackt wird, ob in der Produktion, beim Lernen oder in anderen gesellschaftlichen Bereichen, Mittelmaß ist nirgendwo gefragt, immer geht es um Spitzenleistungen, immer geht es um alles, immer geht es um den vollen Einsatz sozialistischer Persönlichkeiten.
So wollen auch wir Schachsportler unserer 30jährigen sozialistischen DDR in ihrem Jubiläumsjahr versprechen, daß wir uns nicht schonen und all unsere verfügbaren Kräfte mobilisieren und einsetzen werden, den Schachsport in der DDR populär zu machen, durch ihn beizutragen, Impulse für neue Initiativen auszulösen und durch die Leistungen der Sportler das Ansehen unseres sozialistischen Staates weiter zu erhöhen.
Werner Barthel
Präsident des DSV der DDR