Bővebb ismertető
D)IS
jjnm
Das Analysieren von Varianten auf dem Brett gebort zum Spielgescliehen unabdingbar dazu. Bisher noch ungenügend analysiert und diskutiert sind meines Erachtens die Varianten der Bedenkzeit für eine Wettkampfpartie, also das Für und Wider der Spieldauer, die zwischen 10 Minuten für Blitzpartien und vier oder fünf^tunden für „ernste" Partien liegt. Ich setze mich seit längerer Zeit für Schnellpartien ein, also Partien mit einer Bedenkzeit, die zwischen Blitz- und Turnierschach liegt. Diese Form ist hauptsächlich für Spieler der unteren Leistungsklassen bis hin zur LK2, also für die groBe Mehrzahl unserer Mitglieder geeignet.
Man muß davon ausgehen, daß viele Verbandsmitglieder nicht in der Lage sind, Freistellungen von der Arbeit zur Bestreitung von Wettkämpfen in Anspruch zu nehmen bzw. dies auch von sich aus nicht wollen. Die Spielzeit für Scimellpartien sollte nicht unter 15 Minuten pro Spieler liegen. Aber auch Regelungen mit 30, 45 oder 60 Minuten und darüber kommen zur Austragung von Sektionsmeisterschaften oder Wettkämpfen im Kreis-und Bezirksmaßstab durchaus in Betracht. Diese Wettkämpfe einfach in die Rubrik Freizeit und Erholung einzuordnen, trifft die Sache nicht richtig.
Zu den Vorkämpfern des Schnellschachs gehört Geras langjähriger BFA-Vorsitzender Kurt Rogler. Er machte damit gute Erfahrungen im Wettkampfsystem des Bezirks und hat beispielgebend ein Mannschaftsturnier eingeführt, das seit 1961 alljährlich stattfindet -seit 1966 mit internationaler Beteiligung. In diesem Jahr wurde zum 15. Mal um den „Liebschwitzer Springer" gekämpft, wobei 18 Mannschaften beteiligt waren bei einer Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler. Die Aktiven absolvierten an einem Sonnabend 9 Partien, hatten ihre Freude an dieser gut vorbereiteten und straff durchgeführten Veranstaltung und brauchten nicht einen einzigen Tag von der Arbeit freigestellt zu werden. Natürlich will ich einer Verflachung des Wettkampfschachs nicht das Wort reden — für unsere Spitzenspieler und die nachfolgenden Kräfte sind andere Spielzeiten absolut erforderlich. Auch die Frage der Klassifizierung — ein bedeutsamer Stimulus! — muß ja bedacht werden. Daß wir aber mit dem Schnellschach auf einem guten Wege sind, zeigt die Tatsache, daß solche Wochenendturniere in den Bezirken immer mehr Anhänger finden und — das sollte nicht unterschätzt werden — diese Form der Turnierpraxis durchaus einen guten Trainingseffekt hat. Ich habe jedenfalls beim „Liebschwitzer Springer" schöne Kombinationen sehen können, und die besten Spieler erzielten schließlich auch die meisten Punkte. Hans Platz, Nachwuchstrainer
Chemie Wilhelm-Pieck-Stadt Guben:
Schon Kinder unter lehn Jahren an das Schach heranführen
Wllhelm-Pieck-Stadt Guben erfuhr Anfang der 60er Jahre durch den Aufbau des Chemlefaserwer-kes große Veränderungen. In diesem Werk, das den
----Namen „Herbert Warnke"
trägt, arbeiten heute mehr als 7 000 Werktätige. Zur Sicherung des Wachsens MftRfBöÄß dieses Großbetriebes kamen viele Menschen aus den verschiedensten Teilen unserer Republik. Unter den „Neu-Gubenern" war auch ich, bisher aktiver l^hachspieler bei Einheit Rudolstadt. Aus dem Schach-Jahrbuch der DDR 1957 entnahm ich die Information, daß in Guben eine Sdiachsektion existiert, und hoffte, gleich Anschluß zu finden Doch wie enttäuscht waren ich und andere, als wir 1964 nach Guben zogen, daß die Schachsektion der BSG Fortschritt nicht mehr bestand.
Es dauerte nun doch noch zwei Jahre, bis sich im August 1966 sechzehn Interessierte zusammenfanden, um eine neue Schachsektion bei der BSG Chemie WPS Guben ins Leben zu rufen. Noch im Herbst 1966 nahmen zwei Mannschaften in der Kreisliga Cottbus/Forst/ Guben den Spielbetrieb auf. Schnell wuchs die Mitgliederzahl. Bis Dezember waren in die Sektion 22 Schachspieler (ein Jugendlicher) eingetreten. Nach einem Jahr waren es bereits 38 Mitlieder, darunter 11 Kinder und Jugendliche. Danach stagnierte der Mitgliederzuwachs, denn 1976 gehörten unserer Sektion erst 45 Mitglieder an, wobei sich die altersmäßige Zusammensetzung (17 Erwachsene/8 Jugendliche/20 Schüler) geändert hatte. Diese Entwicklung hielt bis heute weiter an, was eine rührige Arbeit im Nachwuchsbereich belegt. Von den 58 Mitgliedern sind 9 Jugendliche und 33 Schüler. Außerdem werden an drei Schulen Arbeitsgemeinschaften betreut.
Schätzt man die Leistungsentwicklung ein, so muß man feststellen, daß es der 1. Mannschaft ab 1966 gelang, jährlich eine Stufe emporzu-klettern, bis die Bezirksliga erreicht wurde. Eine 2. Mannschaft spielt in der Bezirksklasse. Im Nachwuchsbereich hinkte man lange diesem Leistungsstand hinterher. Grundsätzlich änderte sich dies, als unsere Sektion daranging, bereits mit Kindern unter 10 Jahren zu arbeiten. In der Spielserie 1975/76 konnte Che-
435