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Schadisportler gegen RUstungswahnsinnDer VSA-Imperlalismus hat ein Wettrüsten angeheizt, das den Frieden der Welt aufs ernsteste bedroht. Es raubt den Müttern den Schlaf, wenn sie an die Zukunft ihrer Kinder denken. Es drückt den Lebensstandard der Völker. Es nimmt der Menschheit die Möglichkeit, gegen Hunger in weiten Teilen der Welt vorzugehen.Die Schachsportler unserer Republik verfolgen beunruhigt die gefährliche Zuspitzung der internationalen Situation. Sie reihen sich be-wuBt und entschlossen in die große Front derer ein, die den Frieden verteidigen. Sie erheben ihre Stimme, um die Forderung nach Verhandlungen und Abrüstung, nach Verständigung und Entspannung zu unterstützen, un-überhörbar zu machen.Das fängt bei den Jüngsten an, die in den Sommerferien die Endrunden um die Pionierpokale und Einzelmeisterschaften austrugen. In den Zentralen Pionierlagern Wilhemsthal und Beichlingen gestalteten die Schachkinder der Altersklassen 9/10, 11/12 und 13/14 Foren Kinder klagen den Imperialismus an". Dabei forderten sie für ihre Altersgenossen in den kapitalistischen Ländern die Verwirklichung der Rechte auf Bildung und ein menschenwürdiges Leben, Schulen statt Kasernen, Wohnungen statt Atombasen, Essen statt Raketen. Die Teilnehmer der Einzelmeisterschaft der AK 17/18 schlössen sich in einer Resolution dem millionenfachen Nein zur Neutronenbombe" an.Auch unsere Spitzensportler stehen nicht abseits. Wolf gang Uhlmann sagte: Die Lüge von der Bedrohung irgendeines Landes durch die Sowjetunion darf nicht länger als Vorwand für die Schaffung neuer Raketenbasen und immer mörderischerer Waffen dienen. Die Völker der UdSSR hatten im Zweiten Weltkrieg 20 Millionen Tote zu beklagen. Sie haben zu viel gelitten, als daß sie nach etwas anderem streben könnten denn nach Frieden."IGM Lothar Vogt meint: Der aus Moskau kommende Vorschlag, den Ausbau der Raketenbasen ab sofort auszusetzen, ist vernünftig. Denn: Welchen Erfolg könnten Verhandlungen über die beiderseitige ausgewogene Reduzierung der Raketenstellungen haben, wenn deren Zahl während der Gespräche weiter wächst?!"Es ist so, wie die große Schriftstellerin und Friedenskämpferin Anna Seghers in einem Interview sagte: Es gibt nur diese eine Chance für die Menschheit: Mittel zu finden, um dem Wettrüsten Einhalt zu gebieten."Heinz SternEinhundert Jahre Schach in JenaIn den letzten dreieinhalb Jahren kamen 67 Mitglieder hinzuDie Anfänge des organisierten Schachlebens in Jena reichen bis in das Jahr 1860 zurück, aber erst von 1881, dem Jahre der Gründung des Jenaer Schachklubs an, läßt sich eine zielstrebige Entwicklung erkennen. Der Schachklub Jena konstituierte sich am 17. November 1881 auf dem Saalbahnhof in Jena mit vier Mitgliedern. Am iO. Januar 1884 beschloß die Generalversammlung einstimmig, daß für jeden versäumten Abend 10 Pfennig in die Kasse abzugeben sind. Am 19. Mai 1886 trat der Schachklub Jena dem Deutschen Schachbund bei.Die Jenaer Schachsportler spielten sowohl bei der Gründung des Thüringer Schachbundes am 18. April 1886 als auch in seiner weiteren Entwicklung eine aktive Rolle. So wurden Wettkämpfe gegen andere Schachvereine, z. B. Apolda, Rudolstadt, Weimar, Gera, Kahla, Erfurt und Leipzig, organisiert, und in der später offiziell ausgetragenen Mannschaftsmeisterschaft Thüringens nahm die Auswahl Jenas neben der von Erfurt eine dominierende Stellung ein. Zur Bereicherung des Vereinslebens trugen regelmäßig durchgeführte Einzelturniere ebenso bei wie eine Reihe interessanter Simultanveranstaltungen, deren erste Karl Schlechter im Oktober 1906 bestritt. Nach ihm legten mit Spielmann, Grünfeld und Bo-guljubow weitere führende Meister in Jena Proben ihrers Könnens ab. Die Blindvorstel-lüngen der Großmeister Reti und Sämisch an 8 bzw. 10 Brettern gestalteten sich zu besonderen Attraktionen.In den 20er Jahren bildeten sich in Jena weitere Schachvereine heraus. War das Schachspiel bisher hauptsächlich bürgerlichen Kreisen vorbehalten, so nutzten nun auch immer mehr Arbeiter die Möglichkeit zur geistigen Auseinandersetzung auf den 64 Feldern. Die Arbfeiterschachbewegung nahm nach dem ersten Weltkrieg einen raschen Aufschwung. An einem Höhepunkt dieser Entwicklung waren die Jenaer Mitglieder unmittelbar beteiligt. Ostern 1926 hielt der Deutsche Arbeiter-Schachbund in der Stadt Jena seinen 4. Bundestag ab. An ihm T-.hmen Vertreter aus der Sowjetunion, Österreich und der Schweiz teil. Der Ländervergleich zwischen einer sowjeüschen und einer deut-tschen Auswahl war der erste deutsch-sow-jetische Mannschaftskampf überhaupt!. 1933 fiel der Arbeiterschachbund, wie viele Errungenschaften der deutschen Arbeiter-435