Bővebb ismertető
Vorwort Die Heimtierhaltung ist ein ernst zu nehmender Erziehungsfaktor. Sie nimmt in dem MaBe an Bedeutung zu, in dem sich eine verstádterte Menschheit der Natúr entfremdet. Diese Worte des bekannten Verhaltensforschers K.Lorenz umreiBen die komplizierten Zusammenhánge von Natúr, Kultur und Gesellschaft bei fortschreitender Expansion der künstlichen Umwelt und Reduzierung des natürlichen Lebensraumes von Pflanze und Tier. Die zunehmende Urbanisierung und die wachsende Sehnsucht nach der Natúr führen dazu, daB der Mensch immer mehr versucht, Pflanzen undTiere in sein Heim einzubeziehen. Die Bescháftigung mit diesen Lebewesen, die damit verbundene Verantwortung und der sich daraus ergebende Wissenszuwachs nutzen der Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen. Die Pflege von Pflanzen undTieren im Heim wáre alsó sehr begrüBenswert - aber nur, solange es sich um domestizierte Pflanzen und Tiere handelt. Das wachsende Interesse an der Heimtierhaltung, wie es vor allém in vielen Industrielándern zu beobachten ist, macht auch vor den sonst oft geschmáhten Reptilien und Amphibien nicht halt. Die Beschaffung dieser Tiere erfolgt in den meisten Falién durch Fang von Wildtieren; ihre kommerzielle Vermehrung stellt die Ausnahme dar. Unzureichende Kenntnisse und mangelnde Information über die Lebensbedürfnisse dieser Tiere führen dann háufig zu falscher Haltung und hohem TierverschleiB. Die Ware Tier wird konsumiert. Die zunehmende Gefáhrdung vieler Arten durch weltweite Zerstörung der natürlichen Biotope hat terraristische Organisationen verschiedener Lánder veranlaBt, die Vermehrung der in den Terrarien bereits vorhandenen Arten und die begrenzte Einfuhr für die Vermehrung geeignet erscheinender Arten zur Devise ihrer Arbeit zu erheben. Bei engagierten Terrarianern hat sich so ein generelles Umdenken vollzogen. Die Pflege und die Vermehrung für die Terrarienhaltung besonders geeigneter Arten sind immer mehr in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen gerückt. Eine Füllé von Erfahrungen und Erfolgen liegt inzwischen vor. Dieses Buch über die Vermehrung von Schlangen stellt den ersten Teil eines vierbándigenWerkes dar, das sich mit der Haltung und Pflege von Terrarientieren vorrangig unter dem Aspekt ihrer Vermehrung bescháftigt. Dem SchlangenBand werden Bánde über die Vermehrung von Schildkröten, Echsen und Lurchen folgen. Die Autoren, selbst langjáhrigeTerrarianer, wenden sich mit ihrer Arbeit sowohl an den terraristischen Anfánger als,auch speziell an den Fortgeschrittenen. Durch áhnliche Gestaltung sollen die 4 Bánde zwar ihre Zusammengehörigkeit ausweisen, gleichzeitig aber, entsprechend der Ambition ihrer Autoren, auch selbstándige, in sich geschlossene Publikationen darstellen. Wir danken an dieser Stelle allén Terrarianern, die durch direkte Unterstützung oder durch die von ihnen übermittelten Erfahrungen zum Entstehen dieses Werkes beigetragen habén. Unser Dank gilt auch dem Verlag und seinen Mitarbeitern, die uns bei der Erarbeitung der Manuskripte unterstützten und die Herausgabe aller Bánde ermöglichten. Schönow, im Jahre 1987 Dr.sc. Dieter Schmidt