Bővebb ismertető
Am Anfang eines Fotobuchs
wird der Leser meist mit optischen Gesetzen und chemischen Formeln geplagt. Aber nicht zur Plage, sondern zur Freude soll die Lektüre dieses Heftes gedeihen. Denn das Fotografieren ist ein wunderbares Hobby. Es dankt wie kaum ein zweites unsere Mühe mit Ergebnissen, die uns und andere zu erfreuen vermögen. Nur braucht man dazu doch ein wenig Optik und Chemie. Keine Angst: Wir wollen der praktischen Erfahrung den Vorrang geben und der Theorie das Graue nehmen. Erhellen wir sie sogleich mit der Frage nach dem
Phänomen Licht
Die Existenz des Lichts ist uns so selbstverständlich, daß man im Normalfall kaum noch darüber spricht. Es sei denn, man braucht Licht, um damit zu arbeiten. So beispielsweise der Lichtbildner, der mit dem Licht zu zeichnen versteht. Die alte Schreibweise Photographie verdeutlicht die Herleitung des Wortes von den beiden griechischen Vokabeln: phos = Licht, graphein = schrei-, ben, zeichnen, malen. Fotografieren^ heißt also, im Wortsinn übersetzt, mit Licht zeichnen, malen oder schreiben. Womit die Frage „Was ist Licht?" aber noch nicht beantwortet wäre. Versuchen wir eine einfache Antwort: Licht ist eine Energieform, die sich in Gestalt von elektromagnetischen Wellen gleichmäßig nach allen Seiten ausbreitet. Unser Gesichtssinn nimmt nur einen, kleinen Teil des riesigen Wellenbandes wahr. Nur auf einen kleinen Ausschnitt davon spricht unser „Empfänger" Auge an und signalisiert im Hirn die Empfindung „Licht", Dieser Teil umfaßt die Wellenlängen 400 nm bis 700 nm (1 Nanometer - nm = 1 millionstel Millimeter).
Elektromagnetische Wellen, die wir nicht sehen, sind uns trotzdem wohlbekannt: Wärmestrahlen, Radiowellen, Ultraviolettstrahlung, Röntgenstrahlen usw. Alles übrige, vom technischen Wechselstrom in seiner riesigen Wellenlänge von einigen tausend Kilometern bis zur kosmischen Strahlung in Wellenlängen von billionstel Millimetern, übersteigt die Grenzen des mensch-
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