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VORWORT
Sammler smd glückliche Menschen; sie haben ihre eigene Welt voUer Wunderdinge. Dieses Glücksgefühl kann sich auch auf den neidlosen Betrachter übertragen, ja er kann beim Betrachten einer Sammlimg ganz davon in den Bann gezogen werden. Die Sammlung von Frau Clalre Hennig vFurde in fast dreißig Jahren zusammengetragen. In dieser Welt des Kleinen und Verspielten spiegelt sich ein Teü des Lebensschicksals der Sammlerin. Sie erzählt uns selber davon in der Einleitung. Eine kleine heile Welt hat ihr Leben begleitet, und
waches Interesse, gepaart mit liebevollem Einfühlungsvermögen, hat das geschaffen, was üi diesem Buche in Auswahl vorgestellt wird. Die Un-bekümmertheit, mit der diese kleinen Dinge gesammelt wurden, ist erfrischend. Mit den Jahren eifriger Sammeltätigkeit kam noch eine große Sachkenntnis dazu. Glücklicherweise blieb der Sammlung das Spielerische erhalten, nur so konnte die dem Leben abgelauschte Lebendigkeit in die Puppenstuben und -häuser einziehen, die der Sammlung jenen unverwechselbaren Charme verleiht Spielzeug und Puppensammlungen können sehr perfekt sein, oft werden sie von vrissenschaftUcher Pedanterie fast erdrückt. Museen z.B. haben sich nach Richtlinien und wissenschaftlichen Kriterien zu richten. Wie viel freier imd damit auch glücklicher ist da der Privatsammler! Frau Ciaire Hennig hat mit schöpferischer Intuition an ihren Schätzen gearbeitet. Der Leser vrird auf den Farbtafeln mit dieser Wimderwelt konfrontiert. Das seriöse Wissen, das sich die Sammlerin
in vielen Jahren angeeignet hat, bereichert den Text und schließlich bringt die Bibliographie viele Titel, besonders aus dem englischen Sprachbereich, die zusätzliche wünschenswerte Auskünfte geben können. So wünsche ich dem Leser und Betrachter der Tafeln viel Freude am Buch mit einem beherzigenswerten Zitat von Schiller: »Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung Mensch ist, imd er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.«
Werner-Ronrad Jaggi Schweizer Landesmuseum Zürich