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I. TEIL ALLGEMEINESAbstammungIn Naturgeschichtsbüchern nachzuschlagen, die versuchen, das Geheimnis um die Abstammung der Katzen zu lüften, ist ebenso verwirrlich wie unterhaltend. Cuvier, Darwin, Linné, Brehm und all die andern bemühten sich zuerst darum, die auf der ganzen Welt lebenden Hauskatzen in Klassen einzuteilen: Tigerkatze, Angorakatze, spanische Katze, chinesische Katze, Mankatze mit Stummelschwanz, Kartäuserkatze, Tobolskkatze, Khorassankatze, rumänische Katze, Kapkatze, Cypernkatze, Nubier. Man findet diese Liste in den modernsten Büchern, die Anspruch darauf erheben, ernst genommen zu werden. Will man die Namen aber mit den Katzen in Beziehung bringen, die man auf der Strasse oder an Ausstellungen sieht, dann beginnen die Schwierigkeiten. Denn die Hauskatze ist nicht einfach nur getigert, sondern marmoriert, schwarz, weiss, blau, creme, zwei- und dreifarbig. Die Kartäuser- und die Mankatze sind uns wohl bekannt. Aber die Tobolsk- und die rumänische Katze? Von ihnen wissen wir so wenig wie von der Cypernkatze. Dazu kommen noch die Siamkatze, die Tempelkatzen von Burma, die Khmerkatzen, von denen die grossen Naturforscher noch nichts wussten.Es sieht aus, als machten sich die Katzen ein besonderes Vergnügen daraus, die Wissenschaftler an der Nase herumzuführen: deshalb gehen die Meinungen über ihre Abstammung so weit auseinander, ja, widersprechen sich sogar. Die einen betrachten mit Tschudi die Wildkatze als Urahn der gemeinen Katze. Andere halten dagegen, dass sich die Kotze in diesem Fall seit der ersten Besiedelung über ganz Europa hätte verbreiten müssen, während sie doch sehr spät auftauchte. Der Basler Naturforscher Rütimeyer konnte zwar bei verschiedenen zutage gelegten schweizerischen Pfahlbaudörfern unter den Knochen von Haustieren, wie Hunden, Rindern, Schweinen, Pferden, Ziegen und Schafen, auch Katzenknochen feststellen. Nach einer festverwurzel-