Bővebb ismertető
Vorwort
Erst das Selbstvergößern ermöglicht das Auskosten letzter Feinheiten in der Fotografie. Wenn schon eine Liebhaberei — und wie oft ist es nicht viel mehr als das, eine Leidenschaft! — dann auch richtig. Verwendet man nun einmal soviel Liebe und Sorgfalt auf seine Aufnahmen, soll man sich hinterher auch nicht die Vollendung seines Schaffens entgehen lassen, den Genuß des Ausarbeitens, das Wiedererleben der Geschehnisse, das Gestalten zum endgültigen Bild!
Der eine verzichtet vielleicht überhaupt auf jedes Vergrößern seiner Fotos, aus Interesselosigkeit, um ihn ist es nicht weiter schade. — Der andere überläßt es dem Händler, weil dieser es „bisher zu seiner Zufriedenheit gemacht hat". Als ob der Händler, genauer gesagt seine angestellten Laboranten, selbst bei technisch vollendeter Ausführung auch nur einen Bruchteil des persönlich e n, für individuelle Arbeit unbedingt erforderlichen Interesses aufbringen könnte. — Die meisten aber glauben immer noch. Vergrößern ist schwer — und teuer. Für sie in erster Linie ist dieses Buch bestimmt. Ihnen, die sparen und vielleicht schweren Herzens entsagen mußten, aber auch denen, die bisher keine rechten Erfolge mit dem Vergrößern hatten, wird hier für rationelles, d. h. befriedigendes und trotzdem billiges Arbeiten in drei großen Abschnitten die Theorie und Praxis des Vergrößerns entwickelt, denn drei Faktoren bestimmen in ihrer Vereinigung den endgültigen Erfolg:
Die Eignung von Handwerkszeug und Material — davon
handelt der I. Teil, die Kenntnis des technischen Vorganges — übermittelt im II. Teil, und
der Sinn für foto-bildmäßige Gestaltung — angeregt im III. Teil.
Da aber untrennbar hiervon auch die ökonomische Seite von leider oft nur allzu großer Bedeutung ist, werden gleichzeitig die überall entstehenden Kosten gebührend berücksichtigt und ganz bestimmte Fabrikate zusammen mit ihren Preisen genannt, nicht aus Reklamegründen für einzelne Firmen, sondern um dem Amateur auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu helfen, denn auch das gehört in ein Buch der Praxis und erst dann wird ihm wirklich und i n j e d e r Hinsicht das
Vergrößern leicht gemacht!
Im November 1934. Andreas Feininger.