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Wolfgang Reuter - Von Lipizzanern und der Spanischen Reitschule [antikvár]

Von Lipizzanern und der Spanischen Reitschule [antikvár]

Wolfgang Reuter

 
Die wechselvolle Geschichte der Lipizzanerzucht Gründung und Auflau des Gestüts Als Pferdeaufzuchtgebiet hatte die Karstgegend um Triest schon im klassischen Altertum einen guten Ruf. Dies galt besonders für das antike Aquilea, in dessen Nähe Lipizza liegt. Die Karstpferde spielten vor den Quadrigen der damaligen Wagenrennen im berühmten „Circus Maximus" des alten Rom eine hervorragende Rolle und waren auch als Kriegspferde geschätzt. Die Venetier betrieben an der Quelle des Timavus, der heutigen Reka, eine blühende Pferdezucht....
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Die wechselvolle Geschichte der Lipizzanerzucht Gründung und Auflau des Gestüts Als Pferdeaufzuchtgebiet hatte die Karstgegend um Triest schon im klassischen Altertum einen guten Ruf. Dies galt besonders für das antike Aquilea, in dessen Nähe Lipizza liegt. Die Karstpferde spielten vor den Quadrigen der damaligen Wagenrennen im berühmten „Circus Maximus" des alten Rom eine hervorragende Rolle und waren auch als Kriegspferde geschätzt. Die Venetier betrieben an der Quelle des Timavus, der heutigen Reka, eine blühende Pferdezucht. Auch im Mittelalter erfreuten sich die Karsthengste als Turnier- und Streitrosse größter Beliebtheit bei der Ritterschaft. Diese Tatsachen dürften Erzherzog Karl dazu bewogen haben, in der Nähe des gleichnamigen Dorfes auf einem verwilderten Gutshof im Jahre 1580 das „k. k. Hofgestüt Lipizza am Karste", wie es offiziell bezeichnet wurde, zu errichten. Als Pferdeparadies konnte die damalige Einöde des Karstes kaum gelten, jedoch besaß das auf dem kalkreichen Boden spärlich gedeihende Gras eine vorzügliche Nährkraft und die von der Adria her wehende Luft viel Salz und Ozon. Alle günstigen Faktoren für eine gesunde Aufzucht von Pferden waren somit vorhanden. Im Gründungs jähr sandte man den Baron Khevenhiller nach Spanien, um dort Zuchtmaterial für das neue Gestüt zu kaufen. Er erwarb neun Hengste und 24 Stuten, die Urahnen der heutigen Lipizzaner. Das spanische Pferd spielte damals in Europa eine ähnliche Rolle wie das englische Vollblut in unserem Jahrhundert. Es war ursprünglich zur Zeit der Maurenherrschaft aus einer Kreuzung von arabischen und berberischen Hengsten mit der heimischen, iberischen Rasse entstanden und besaß alle jene Vorzüge, wie sie an den damaligen Höfen geschätzt wurden, nämlich enorme Körperkräfte, gepaart mit leichten, zierlichen Bewegungen und einer großen Gelehrigkeit in der Schulreiterei. Nach der Vertreibung der Mauren aus Spanien hatten viele europäische Fürsten Gestüte mit spanischen Pferden gegründet. In Italien gelangten diese durch die Polesiner und Neapolitaner Rasse zu größter Berühmtheit. Dänemark hatte sein königliches Gestüt Frederiksborg, Deutschland die Zucht der Fürsten Lippe-Bückeburg. Maximilian II. von Österreich gründete das Hofgestüt Kladrub an der Elbe. Diese Zuchtstätte spezialisierte sich später mehr auf die Produktion großrahmiger Karossiers, lieferte aber auch einen Spitzenvererber für Lipizza, den berühmten

Termékadatok

Cím: Von Lipizzanern und der Spanischen Reitschule [antikvár]
Szerző: Wolfgang Reuter
Kiadó: Pinguin-Verlag
Kötés: Vászon
Méret: 180 mm x 250 mm
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