Bővebb ismertető
Von der Keramikskulptur herkommend, richtete Ute Bauer in den letzten Jahren den Fokus bewusst auf die Legierung Bronzé, deren liquide Eigenschaften in adáquatem MaBe die Umsetzung einer organisch anmutenden Formensprache ins Metall ermöglichen. Ursprünglich in Ton modelliert, werden die Skulpturen durch den Guss in der verlorenen Form (cire perdue) eins zu eins in das Ewigkeitsmaterial Bronzé übersetzt, einschlieBlich aller Sprödigkeiten und Unebenheiten. Die subtil gefornnten und in sich fein strukturierten Oberfláchen bergen ausgesprochen sinnlich-haptische Qualitáten, verlocken geradezu zur Berührung. Die erdverbundene Farbigkeit der gewáhlten Patina náhert die Werke in der Gesamtwirkung oft derjenigen einer Steínskulptur an, betont nicht zuletzt den fundamentalen Naturbezug im Schaffen der Künstlerin. Der Verzicht auf vollstándige Gláttung und Angleichung der Oberfláchen zugunsten zart in sich strukturierter Texturen und feiner Porén lásst durchaus Assoziationen an menschliches Inkarnat anklingen. Denn nicht der makellosen Ásthetik einer idealisierten Oberfláche gilt das Interesse von Ute Bauer. Vielmehr ist sie auf der Suche nach der vom Leben gezeichneten UnregelmáBigkeit einer natürlichen AuBenhaut - jene Asymmetrie, die das Individuum ausmacht, und für den sensiblen Beobachter das subtile Wechselverháltnis von Innen und AuBen zur Anschauung bringt. Dr. phil. Marion Vogt in: Ute Bauer Skulpturen 1995-2012, Herbert Utz Verlag 2013