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40 Jahre Dokumentationsarchiv des österreichischen widerstandes Zum Geleit Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) kann auf eine erfolgreiche vierzigjahrige Tatigkeit zurückblicken. Es ist eine wichtige Institution in Österreich geworden - nicht nur als zeitgeschichtliche Einrichtung mit vielfáltigen Forschungen und Publikationen, sondern auch als Faktor in der österreichischen Öffentlichkeit; insbesondere wenn es gilt, rechtsextreme, inhumane und antisemitische Tendenzen aufzuzeigen und zu bekámpfen, wird auf das DÖW gehört. Beim Bilanzieren des Erreichten ist es aber auch angebracht, auf die bescheidenen Anfánge und auf die von tiefem Idealismus getragenen Pionierlnnen des DÖW hinzuweisen, ohne die die heutige Arbeit nicht möglich wáre. Allén voran ist hier Herbert Steiner zu nennen, der als hervorragender Organisator und unermüdlicher Motor für seine Mitarbeiterlnnen und Studentínnen das DÖW gemeinsam mit einer Reihe ehrenamtlicher Mitarbeiterlnnen aufbaute und damit den Grundstein fúr die heutige Bedeutung der Institution legte. Bereits ab 1965 legte das Dokumentationsarchiv mit der Reihe Monographien zur Zeitgeschichte" erste wissenschaftliche Publikationen vor. Die Dokumentationen zu Widerstand und Verfolgung in den österreichischen Bundeslándern sowie zu Österreicherínnen im Exil leisteten neben ihrer wissenschaftlichen Bedeutung einen wesentlichen Beitrag dazu, diese Themen auch einer breiteren Öffentlichkeit nahe zu bringen. Besonders hervorzuheben ist auch die Erfassung der Namen der österreichischen Holocaustopfer, womit das DÖW einen Beitrag zur Holocaustforschung in Österreich leisten konnte. Die Verfasserin dieser Zeilen hat wie viele Österreicherínnen und Auslanderlnnen für ihre Arbeit seit Herbert Steiners Zeiten bis in die Gegenwart oft die Hilfe des DÖW in Anspruch genommen und stets erhalten. Sie möchte dafúr dem DÖW, der wichtigsten österreichischen Institution fúr die Bewahrung der Erinnerung an Widerstand und Verfolgung in der NS-Zeit bzw. deren Erforschung aufrichtig danken. Ihr Dank gilt aber auch der stándigen Wachsamkeit, mit der das DÖW trotz Anfeindungen rechtsextremistische Aktivitáten und ÁuBerungen verfolgt und sich ihnen entgegenstellt. Möge dem DÖW auch weiterhin erfolgreiche Arbeit und die verdiente Anerkennung der Zweiten Republik beschieden sein. Erika Weinzierl