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Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Reims und Berlin-Karlshorst am 7./8.5.1945 endete der »totale« Zweite Weltkrieg in der totalen Niederlage. Weitgehend zerstört, militärisch erobert und von alliierten Truppen besetzt, hatte Deutschland aufgehört, ein handlungsfähiger politischer Faktor zu sein. Für viele Überlebende war das Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft keineswegs nur eine Befreiung, sondern auch eine grausame Enttäuschung. Deutschland war »erlöst und vernichtet in einem« (Theodor Heuss). Am 5.6.1945 übernahmen die USA, Großbritannien, die Sowjetunion und Frankreich als Siegermächte mit der Berliner Erklärung die oberste Regierungsgewalt. Entsprechend den seit 1944 getroffenen Absprachen wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt und einem gemeinsamen Kontrollrat der vier Oberbefehlshaber Eisenhower, Schukow, Montgomery und Lattre de Tassigny unterstellt. Zwei Monate später beschlossen die Staats- und Regierungschefs der Großen Drei, Harry S. Truman, Clement Attlee und Josef Stalin auf einer Konferenz in Potsdam, daß der »deutsche Militarismus und Nazismus ausgerottet« werden solle und Deutschland niemals mehr zur Bedrohung des Weltfriedens werden dürfe. Konkret einigten sie sich auf die Durchsetzung von vier Grundsätzen: Demilitarisierung, Denazifizierung, Dezentralisierung und Demokratisierung. Um den Sowjets einen direkten Zugriff auf das westdeutsche Industriepotential zu verwehren, machten Briten und Amerikaner im Abschlußprotokoll, dem »Potsdamer Abkommen« vom 2.8.1945, außerdem ein verhängnisvolles Zugeständnis. Sie stimmten der »ordnungsgemäßen Überführung« der Deutschen aus Ungarn, der Tschechoslowakei und den Gebieten jenseits von Oder und Neiße, der Unterstellung dieser Gebiete unter polnische Verwaltung sowie der Abtretung des nördlichen Ostpreußens an die Sowjetunion vorbehaltlich eines Friedensvertrages zu. Weitere wichtige Fragen hinsichtlich des zukünftigen Schicksals von Deutschland, wie die Grenzen oder die Reparationen, blieben ungeklärt. Schon bald sollten die latent vorhandenen Differenzen über die innere Gestaltung des besiegten Deutschland offen ausbrechen. Bei der Ahndung der nationalsozialistischen Verbrechen, die zu den wichtigsten Zielen der Siegermächte gehörte, beschränkten sich die Siegermächte auf die Bestrafung der Hauptkriegsverbrecher vor dem Nürnberger Militärtribunal. Die Absicht, dem Verfahren weitere Prozesse unter gemeinsamer Gerichtshoheit folgen zu lassen, ließ sich nicht mehr realisieren, so daß es lediglich zu einzelnen Prozessen gegen Diplomaten, Generäle und führende Vertreter des NS-Regimes und der Wirtschaft kam. Als wichtigen Besatzungszweck erachteten die Alliierten die Herstellung eines demokratischen Systems durch Entnazifizierung und Umerziehung. Doch auch hier führten die unterschiedlichen Interpretationen des Begriffes Demokratie schon bald zu tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten. Nicht weniger umstritten war die in Pot.sdam in Aussicht genommene Bildung von deutschen Zentralverwaltungsbehörden. Sie scheiterte letztlich an der Forderung Frankreichs, zunächst das Ruhrgebiet zu internationalisieren und das Saarland wirtschaftlich angliedern zu dürfen. So grundlegend diese Differenzen der ehemaligen Verbündeten waren, bildeten sie doch nur einen Aspekt des nun ausbrechenden Kalten Krieges. Als der amerikanische
With the unconditional surrender of the German armed forces in Reims and Berlin-Karlshorst on May 7-8, 1945 at the end of the Second World War, "total war" ended in total defeat. Extensively destroyed, conquered on the battlefield, and occupied by Allied troops, Germany had ceased to be capable of independent political action. For many survivors the end of the national socialist reign of terror was by no means simply a liberation, it was also a cruel disappointment. Germany was "rescued and annihilated at the same time" (Theodor Heuss). On June 5, 1945, with the Berlin Declaration, the victorious powers of the USA, Great Britain, the Soviet Union, and France assumed supreme governmental responsibility. As had been agreed since 1944, Germany was divided into four zones of occupation and placed under the authority of a joint Control Council consisting of the four supreme commanders Eisenhower, Zhukov, Montgomery, and Lattre de Tassigny Two months later the leaders of the Big Three, Harry S. Truman, Clement Attlee, and loseph Stalin, resolved at a conference in Potsdam that "German militarism and Nazism" were to be "expunged" and that Germany must never again be allowed to pose a threat to world peace. In concrete terms they agreed to implement four basic principles: demilitarization, denazification, decentralization, and democratization. In order to prevent the Soviet Union from having direct access to the industrial potential of western Germany, the British and the Americans made a fatal concession in the final Protocol of Proceedings, the "Potsdam Agreement" of August 2, 1945. They agreed that there should be an "orderly transfer" of Germans from Hungary, Czechoslovakia and the territories beyond the Oder and the Neisse, that these territories should be placed under Polish administration, and that the northern half of East Prussia should be ceded to the Soviet Union, subject to a peace treaty Further important issues concerning the future fate of Germany, such as borders and reparations, were left unclarified. It did not take long for the latent differences of opinion as to the internal shape to be taken by the defeated Germany to come out into the open. Punishment of the crimes of national socialism, one of the most important goals of the victorious powers, was limited to the major war criminals who came before the military tribunal at Nuremberg. The intention that further trials should follow under joint jurisdiction ceased to be feasible. As a result there were only individual trials of diplomats, generals, and leading representatives of the national socialist régime and the economy