Bővebb ismertető
Was nicht verboten ist, ist erlaubtDie letzten Tage vor der Abreise der Eltern waren für Peter nicht leicht. Er gab sich, seiner ehrlichen Natur entsprechend, keiner Täuschung hin, daß sein Verhalten nicht einwandfrei genannt werden konnte. Aber wenn man siebzehn Jahre alt ist, kann man nicht immer geradeaus gehen. Da das Sprichwort lehrt, daß, wer viel fragt, auch viel Antwort bekommt, zog er den Schluß, es bestünde mithin, je weniger er seinen Vater, den Betriebsingenieur Gildemeister, um Erlaubnis anginge, mit der Scharhörn" aufs Watt segeln zu dürfen, um so eher die Möglichkeit, daß der Vater in die Ferien führe, ohne vorher noch ein ausdrückliches Verbot in bezug auf die Segelei erlassen zu haben.Peter war übrigens in Vegesack, einer kleinen Stadt an der Weser zwischen Bremen und Bremerhaven, zu Hause.Wenn nur die Rede nicht mehr auf die Scharhörn" kommt! mußte er immer wieder denken. Das Mittagessen ging vorüber. Er sprach von der schon lange geplanten Fahrt durch den Weser-Ems-Kanal in Jumbos Doppelkajak, die ja auch den Vorwand für sein Zuhausebleiben abgab. Das Abendessen ging vorüber. Wieder ein Tag. Morgen noch, dann war alles gut. Am nächsten Vormittag schlich er nur auf den Zehen herum. Sein schwarzes Haar fiel ihm über die Stirn, die dunkelblauen Augen waren leicht zusammengekniffen; wenn er sich allein wußte, ließ er vor Angst und Vorfreude ein fast unhörbares Pfeifen aus seinen gespitzten Lippen herausströmen. Aber als seine Eltern am Mittag des vierzehnten Augusts endlich aufbrachen, hielt er buchstäblich den Atem an.Nehmt euch in den Schleusen in acht, Jungs!" sagte Herr Gildemeister noch in letzter Minute aus dem Abteilfenster heraus zu Peter, der fromm wie ein Lamm auf dem Vegesacker