Bővebb ismertető
Selbstfindung und Selbstgericht
Der Erinnerungswind schlägt im Lebensbuch immer neue Seiten auf. In erdgebundener Sehnsucht, traumwach an die Weltvielfalt hingegeben, ziehen Städte in Deutsch- ^
land, Schweden, Italien, Österreich und der Schweiz, Ho- f
tels und Privathäuser, in denen ich 1959—1965 Herberge P
gefunden, an mir vorbei. '
Der Blickpunkt ist das Entscheidende bei der Betrach- ''
tung eines Gemäldes, eines Menschen und auch bei der , '
Darstellung des eigenen Lebens. Ich könnte nur von V
Sonnenstunden erzählen, von Ausfahrten in die Berge, von Sonnenuntergängen am Meer, von Offenbarungen j
der Musik, von pfirsich-sanften Gesichtern, von weisen, die Ewigkeitspforte öffnenden Gesprächen, vom beglük-kenden Widerhall meiner Leser und vom Schönsten, der Freude an der schöpferischen Arbeit — Ananda nennen die Inder diesen Zustand.
Die Erdenschwere ist abgefallen, Engelsflügel tragen mich, ich bin unverletzbar, wie aus weiter Ferne sehe ich die Erde, »diesen dunkelblauen Saphir auf schwarzem ;;
Samt«. Eine Hymne auf das Leben, jeder Satz wäre wahr, und das Ganze doch eine Lüge. Denn wahrer, existenter als alles sind die Folternächte, die mitten in den '; '. Tag hineinbrechen, die Forderung, in Zeiten physischer ^ Krankheit geistige Gesundheit zu bewahren, das ste- ^ ' chende, lähmende Gefühl der Ungeborgenheit zu über- ; . winden. Trotzdem: überfüllte Vortragssäle in kleinen I > / und großen Städten. Dir gehört, was du verschenkst — ^ ' • i! dieses Gefühl erhält und beflügelt mich. Ich bin meine Bücher, alles andere ein schwer zu tragender, mich wund-