Bővebb ismertető
Hein safi am Steuer, und wir flogen nach--- —. Hier be-
ginnt bereits das Geheimnis, denn ich müfite sagen: wir flogen nach Morsau. Ihr denkt dann, wir seien in Morsau gelandet. Der eine oder der andere holt den Atlas vor, nimmt das Lexikon zur Hand und sucht Morsau. Aber legt es getrost zur Seite, schieb den Atlas fort! Morsau steht in keinem Wörterbuch und ist auf keiner Karte eingezeichnet. Wir sind auch nicht auf diesem Platz gelandet. Nicht auf diesem und nicht auf einem anderen.
Jetzt werdet ihr den Kopf schütteln und sagen: dann seid ihr eben notgelandet oder abgestürzt! Und wieder mufi ich ver-neinen.
Wir hatten Kurs auf Lyon. Um 15.30 Uhr waren wir mit unserer Ju 88 in Toulouse gestartet. Die Cevennen trieben uns auf 2200 Meter. Wir flogen etwa hundert Meter über einer geschlossenen Wolkendecke, die nach Norden zu einem máchtigen Kumulusgebirge anwuchs, mit lichtgleifienden und schattigen Hangén vom hellsten Silberweifi bis zum mattén Violett. Im Süden versank sie in dunstige Fernen. Wenn ich den Himmel mit dem Fernglas absuchte, um nicht von feindlichen Jágern überrascht zu werden, sah ich unter den Wolkenrissen die zerschluchteten und steilabfallenden Berge in ihrem blassen Schieferglanz.
Das von den weifi überfluteten Wolkenhügeln zurückstrah-lende Licht zwang uns, die Schutzbrillen aufzusetzen. Durch die Bordsprechanlage hörte ich, wie Hein unseren Beobachter Fred, der neben ihm safi, auf den Schatten unserer Maschine aufmerksam machte. Dieser war etwa um eine Flugzeug-lánge auf dem strahlenden Linnén unter uns voraus, denn die Sonne stand hinter uns. Er hatte die Form eines grófién Kreuzes.
»Willst du mich an den Heldentod erinnern?« fragte Fred.