Bővebb ismertető
vorwortIn pannonischen Skelettgräbern des 4. Jhs kommen dünne Bronzeplatten mit getriebener Verzierung immer wieder zum Vorschein. Ihre Verwendung steht von vornherein fest; an einigen berühmten Stücken in in- und ausländischen Museen haften noch Teile des hölzernen Kästchens, und es gibt auch intakte Kästchen aus spätrömischen Gräbern. Die Zahl der Beschläge wuchs besonders seit dem Beginn der systematisch und fachgemäss betriebenen Freilegung unserer römischen Gräberfelder. Es hat den Anschein, als ob diese Beschläge gewissermassen eine Spezialität Pannoniens gewesen wären. Wie dem auch sei, verdienen diese Denkmäler spätantiker Kleinkunst besondere Aufmerksamkeit wegen ihrer Vielfalt und noch mehr wegen der ikonographischen und religionsgeschichtlichen Probleme, die sie hervorrufen. Man denke nur an die Themen, die von der antiken Mythologie bis zum Neuen Testament und von heidnischem Symbolgut bis zur spätantiken Hofkunst reichen. An Einzeluntersuchungen hat es daher auch nicht gefehlt und das zahlenmässig grösste Material aus dem Gräberfeld von Intercisa wurde vor kurzem auch systematisch bearbeitet. Eine Sammlung und Beschreibung aller bekannten Stücke hat sich jedoch für notwendig erwiesen. Man kann hoffen, dass ein Corpus nicht nur die Einordnung und das Verständnis dieser Denkmälergruppe fördern wird, sondern auch als ein Quellenwerk für die spätantike Kunst- und Kulturgeschichte von Nutzen sein könnte.Die vorliegende Arbeit ist als Diplomarbeit am Lehrstuhl für Archäologie der Budapester Universität entstanden. Es ist dem Unterzeichneten eine angenehme Pflicht, seinen Dank Herrn Prof. S. Szádeczky-Kardoss Ausdruck zu geben dafür, dass er die Veröffentlichung dieses in einer anderen Fakultät erarbeiteten Werkes hilfsbereit übernommen hat,A. Mócsy