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J. SPIELMANN Tirgu-Mures (Rumänien)DER CARTESIANISMUS UND SEIN EINFLUSS AUF DIE MEDIZINISCHEN WISSENSCHAFTEN SIEBENBÜRGENS IM 17. JAHRHUNDERTEine umfangireiche Literatur belichtet über idlie Wiirkiumg der riation-ali-stisohan Ideen Desoartes (1596^1650) auf idas sioaialjpoliitiiisiahe Deniken, in Siebenbürgen. Viel weniger befaßte man sich jedoch mit dem Einfluß dieser Ideen, wie auch der experimentellen Bewegung auf die Entwicklung der me-dizi'nischian Wisisemschaften in diesem Gebiet. Siebenbürgiische Medizinstu-deoten, vor allem aus protestaintiischen Familien stammend, wanderten im 17. Jahrhundert in zunehmeinidem Masse nach westlichen Universitätsstädten (in Holland, Deutschland, Italien) ab, um dort ihr Studium zu voUeinden; das erleichterte dm Kontakt .mit den fortischrittlichen Ideen der medizinischen Wissenschaften. Die Namian von rund 100 siebenbürgischein Ärzten smd bekiainnt, die in jenem Jahrhundert im Westen studierton, da es im Inland keine entsprechenden Universitäten gab und Wien nur katholischen Studenten. das Ärztediplom zuerfcainnte.Die Mehrzahl dieser Ärzte kehrte nach Siebenbürgen zurück, trotz der durch den Zerfiall der Zenitraimacht geschaffenen ungünstigen, i3.ozialen Verhältnisse: durch ihre Schriften wie auch in Vorlesungen, die sie lals Professoren an siebenbürgischen Lehranstalten hielten, trugen sie zur Verbreitung der neuen Ideen bei.Zu den siebenbürgischen Ärzten des 17. Jahrhunderts zahlen einige markante Persönliohkeiten, die durch ihre Werke einen bescheidenen Beitrag zur Entwicklung der Medizin in Europa geleistet haben.Johann de Bänfihunyadi (15761846), Arzt und Chemiker, Professor am Gresham-Kollege in London, lange Zeit als Alchimist bewertet, war einer der Pioniiere der experimentellen Bewegung in der Chemie. Seine englischen Zeitganossen William Luly umd der Arzt und Professor Goddard schätzten ihn als einen der hervorragendsten Chemiker des Jahrhunderts. Möglicherweise ist er der siebenibürgiBöhe Gelöhrte des 17. Jahrhunderts, auf den sich der bekannte Wissanschaftislhilstoriker G. Sarton bezieht, ohne ihn namentlich anzuführen, den .er aber als Wegweiser der chemischen Wissenschalt jenes Jahrhunderts bezeichnet [1].Bartholomäus Bausner, ebenfalls aus Siebenbürgen stammend, veröffentlichte während seiner Studienzeit in Leyden die Schrift De consensu partium kumanis corpori, Libri III. (1665), eine Verteidigung der Harveyscäien physiologischen Theorien, die damals noch heftig umstritten wurden. Die Sdhraft Bausners wurde vor allem von dem Professor Adrian Herreboord, dem Haupt-