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ADAC Camping Caravaning Führer 2010 [antikvár]

 
Liebe Leserin, lieber Leser, ein turbulentes Jahr 2009 liegt hinter der euro- päischen Campingbranche. Dramatische Ab- satzrückgänge bei den Herstellern von Freizeit- fahrzeugen prägten noch das erste Halbjahr, bis sich dann langsam eine Art Bodenbildung im Markt abzeichnete, die nun wieder Anlass zu einem sehr vorsichtigen Optimismus gibt. Doch ganz anders die Situation auf den Campingplät- zen. Viele europäische Zielgebiete verzeichne- ten Rekordergebnisse, die kaum jemand erwar- tet hatte. Schon gar nicht im Jahr eins...
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Liebe Leserin, lieber Leser, ein turbulentes Jahr 2009 liegt hinter der euro- päischen Campingbranche. Dramatische Ab- satzrückgänge bei den Herstellern von Freizeit- fahrzeugen prägten noch das erste Halbjahr, bis sich dann langsam eine Art Bodenbildung im Markt abzeichnete, die nun wieder Anlass zu einem sehr vorsichtigen Optimismus gibt. Doch ganz anders die Situation auf den Campingplät- zen. Viele europäische Zielgebiete verzeichne- ten Rekordergebnisse, die kaum jemand erwar- tet hatte. Schon gar nicht im Jahr eins der globalen Wirtschaftskrise. Aber nicht nur die reinen Übernachtungszahlen belegen die unge- brochene Attraktivität und Krisenresistenz der Urlaubsform Camping. Auffälliger noch ist die mediale Aufmerksamkeit, die dem Urlaub in Caravan, Wohnmobil und Zelt seit einiger Zeit zuteil wird. Viele Journalisten haben Camping gerade unter den Vorzeichen schwieriger wirt- schaftlicher Rahmenbedingungen als vermeint- lich billige Alternative zur Pauschalreise wieder- entdeckt und ausgiebig über eine „Renaissance des Campings" berichtet. Camping sei wieder „in", so lautete die einhellige Botschaft. Jetzt können wir uns als Camper also endlich darüber freuen, richtig im Trend zu liegen und mit unse- rem Hobby nicht nur im gesellschaftlichen Be- wusstsein angekommen zu sein, sondern sogar zu den Protagonisten eines neuen Lifestyles für arme Klassen und klamme Kassen erklärt zu werden. Aber stimmt das alles so? Nun, bei ge- nauem Hinsehen ist der aktuelle Tenor der Be- richterstattung über Camping vielfach nur die Kehrseite alter Klischees. Denn dass Camping nicht billig ist, weiß jeder, der einmal mit spit- zem Bleistift ausgerechnet hat, welche Kosten ein Mittelklassecaravan jährlich durch Abschrei- bungen, Wartungsarbeiten, Reparaturen, Steu- ern, Versicherungen und Unterstellung verur- sacht. Da kommt schnell ein Betrag zwischen € 2.000,- und € 3.000,- zusammen. Das ent- spricht etwa dem, was eine vierköpfige Familie im Durchschnitt für eine Pauschalreise innerhalb Europas ausgibt. Nur: Der Camper ist für diesen Betrag noch keinen einzigen Kilometer gefah- ren und hat noch keine einzige Übernachtung auf einem Campingplatz beglichen. Für Wohn- mobilisten ist der Einstandspreis für den Cam- pingtourismus noch ein gutes Stück höher. Wer tatsächlich sparen wollte, der müsste schon zum Zelt greifen, und zwar zu einem, das beim Discounter anlässlich einer Themenwoche Cam- ping zum Aktionspreis zu haben ist. Aber selbst für das Zelten, das übrigens in den letzten Jah- ren als einzige Campingart eine echte Renais- sance erlebt hat, ist das eigentliche Motiv nicht im Sparzwang zu finden. Unvergleichliche Na- turnähe, ein Hauch Romantik und der geniale Minimalismus eines Konstruktionsprinzips, das es ermöglicht, binnen Minuten aus wenigen Kilo Gewebe und Gestänge eine Behausung auf Zeit zu errichten - das dürften viel eher die Ur- sachen für den wachsenden Zuspruch für die Urform des Campings sein. Und so verhält es sich auch beim Camping ganz allgemein. Die wahren Gründe für den Erfolg dieser Art der mobilen Freizeitgestaltung liegen nicht in Bud- getüberlegungen, sondern in ihren einzigarti- gen, spezifischen Stärken wie Flexibilität und Individualität. Und in einer Campingplatzszene, die es in den letzten Jahren verstanden hat, sich neu zu positionieren, aktuelle Themen zu beset- zen und sich neuen Zielgruppen zu öffnen. Campingplätze haben sich oft durch erhebliche Investitionen in hochmoderne Umwelttechnik in ökologische Musterbetriebe verwandelt, die im Bereich der Hotellerie ihresgleichen suchen. Mit Mietunterkünften ermöglichen sie auch Nichtcampern den Zugang zu einer Urlaubs- welt, deren Freizeitwert kaum zu überbieten ist. Kurzum: Europas Campingplätze müssen sich nicht hinter einem möglichst großen Preisschild verstecken, auf dem ein möglichst kleiner Preis steht. Sie sollten allerdings ihren Preis wert sein. Um dieses Preis-Leistungs-Verhältnis abzubil- den, hat der ADAC Camping-Caravaning-Füh- rer zwei Instrumente entwickelt. Zum einen die ADAC-Campingplatz-Klassifikation und zum anderen den ADAC-Vergleichspreis. Durch die- se Gegenüberstellung von Leistungsprofil und Kosten entsteht ein verlässlicher Indikator für die Preiswürdigkeit eines Campingplatzange- bots. Um Ihnen diese Beurteilung noch weiter zu erleichtern, haben wir den ADAC- Vergleichspreis für die Ausgabe 2010 auf eine neue Basis gestellt. Er ist jetzt ein echter End- preis, der Ihnen auf den ersten Blick eine kom- pakte und realistische Einschätzung des Preis- niveaus eines Campingplatzes erlaubt. Ihre Redaktion ADAC Camping-Caravaning-Führer

Termékadatok

Cím: ADAC Camping Caravaning Führer 2010 [antikvár]
Kiadó: ADAC Verlag
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 130 mm x 230 mm
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