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AVANT-PROPOS
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Tomiettes-sur-Loup, im Sommer 2001
RS.-L.
Vor 150 Jahren war der größte Teil Afrikas noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Die Geographen füllten diese Leere mit der Beschriftung: »hic sunt leones - hier gibt es Löwen.« Mir ist es vergönnt gewesen, den Schwarzen Kontinent seit immerhin fünfzig Jahren intensiv zu bereisen und keinen der dortigen Staaten dabei auszulassen. So zögere ich nicht, auf die Beobachtungen meines frühen Chronisten-Lebens ausgiebig zurückzugreifen.
Dieses Buch wird auf mancherlei Widerspruch stoßen. Natürlich stellt sich heute auch im Schwarzen Erdteil die Frage nach der Globalisierung. Soweit es sich dabei um einen technischen und überwiegend kommunikatorischen Prozeß handelt, verfügen die Afrikaner unserer Tage fast im gleichen Ausmaß wie wir über Mobiltelephone, Internet und E-Mail. Die triumphal angekündigte Globalisierung unserer westlichen Lebensformen hingegen findet nicht statt. Es gibt keine drei Staaten in Afrika, die unseren Vorstellungen von Demokratie und Meinungsfreiheit entsprechen. Was nun gar die Vergötzung der ungehemmten Marktwirtschaft betrifft, die selbst bei uns in Plutokratie auszuarten droht, so offenbart sie sich südlich der Sahara - oft heuchlerisch verbrämt - als eine krude Form der Ausbeutung, der die »Eingeborenen« wehrlos ausgeliefert sind.
Ich habe nicht die Absicht, mich mit jenen Rabauken zu solidarisieren, die zwischen Seattle und Genua gegen die Auswirkungen des Kapitalismus in den Entwicklungsländern Sturm laufen. Statt dessen zitiere ich den renommierten amerikanischen { ,' ,! ' Publizisten William Pfaff, der keiner ideologischen Einseitigkeit verdächtig ist.
»Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Globalisierung
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