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ALADAR VENDL 1886-1971
Aladár Vendí wurde am 18. November 1886 in Ditró (Komitat Csik) geboren. Sein Vater, ebenfalls Aladár Vendí, war Direktor der Bürgerschule, seine Mutter eine geb. Anna Moder. A. Vendl besuchte die Schulen in Ditró und Sopron. In den Jahren 1904 — 1908 studierte er an der Universität Budapest als Mitglied des Kollegiums Eötvös.
Er erhielt am 23. März 1909 das Diplom als MittelschuUehrer in den Fächern Naturkunde—Chemie; den Grad eines Dr. phil. (der Mineralogie-Gesteinslehre u. Chemie) erlangte er am 22. Juni 1911 mit der Auszeichnung »sub auspiciis regis«.
Am 1. April 1908 begann er seine Tätigkeit als Hilfsassistent neben Prof. Ferenc Schafarzik, am Lehrstuhl für Mineralogie und Geologie der Technischen Universität Budapest, wo er vom 1. November 1910 bis zu seiner Ernennung zum Geologen der Ungarischen Geologischen Anstalt am 23. Februar 1912 als Assistent arbeitete; später wurde er auch zum Abteilungsgeologen dieses Instituts befördert. Er habilitierte sich 1914 an der Technischen Universität im Fachgebiet »Technische Geologie«.
Am 1. September 1926 übernahm er an Stelle des in den Ruhestand tretenden Ferenc Schafarzik die Leitung des Lehrstuhls für Mineralogie und Geologie, die er bis zu seiner Emeritierung am 30. September 1960 behielt. Neben der Lehrstuhlleitung war er im Studienjahr 1933 —34 Dekan der Abteilung für Chemie, 1935 — 36 Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Chemie und im Studienjahr 1940/41 Rektor der Technischen Universität Budapest.
Im ersten Weltkrieg leistete er vom 4. Dezember 1914 bis 12. Januar 1919 Militärdienst, in den Jahren 1915 —18 war er in Kriegsgefangenschaft.
Die Ungarische Akademie der Wissenschaften wählte ihn 1923 zum korrespondierenden und 1931 zum ordentlichen Mitglied. In den Jahren 1943/45 war er Vizepräsident der Akademie und bis zu seinem Tode ordentliches Mitglied der Abteilung für technische Wissenschaften, später der Abteilung für Erd- und Bergbaukunde. Für die Arbeit »Das Kristallin des Sebeser- und Zibins-Gebirges« erhielt er 1936 den großen Preis der Akademie.